Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/chatsystem-bezahlte-kommentare-in-youtube-live-1701-125563.html    Veröffentlicht: 13.01.2017 10:41    Kurz-URL: https://glm.io/125563

Chatsystem

Bezahlte Kommentare in Youtube Live

Wer seinen Lieblings-Let's-Player oder sonstige Youtuber finanziell unterstützen möchte, kann demnächst in live übertragenen Videos echte Euros für besonderes hervorgehobene Kommentare ausgeben.

Youtube kündigt in seinem Blog eine neue Funktion für live übertragene Videos an: Die Zuschauer können Geld für besonders gut sichtbare Kommentare ausgeben. Die Beiträge werden dann im Chatsystem farblich hervorgehoben und sind bis zu fünf Stunden unterhalb des Videofensters festpinnt. Das System erinnert dezent an das Cheering auf Twitch, bei dem die Zuschauer für echte Euros oder Dollars besondere Emotes veröffentlichen können.

Ein Teil des Geldes geht bei Youtube ebenso wie bei Twitch an die Streamer. Youtube nennt keine Details, aber im Normalfall dürften zwei Drittel der Einnahmen an die Personen fließen, die gerade die Sendung live ausstrahlen, der Rest fließt ans Videoportal. Bei Twitch ist die Bezahlfunktion ziemlich erfolgreich: Bei Übertragungen von bekannten Streamern mit großer Reichweite sind im Chat ziemlich viele bezahlte Kommentare zu sehen (auch wenn das meist so schnell läuft, dass man im Grunde nur mit Müh und Not überhaupt etwas erkennt).

Bei Youtube starten die bezahlen Beiträge sofort, aber nur mit einigen ausgesuchten Streamern, darunter Alex Wassabi und iHasCupquake. Ab dem 31. Januar 2017 soll das Ganze dann für alle Youtuber in 20 Ländern und für Zuschauer in über 40 Ländern verfügbar sein; Deutschland ist mit dabei. Die Streamer erhalten übrigens Zugriff auf eine API, mit der sie an Informationen über die eingehenden Gelder kommen.

Gleichzeitig kündigt Youtube an, dass das 2014 eingeführte Fan Funding mangels Akzeptanz eingestellt wird. Neuanmeldungen sind ab sofort nicht mehr möglich, Spenden auf entsprechend eingerichteten Nutzerkonten aber noch bis Ende Februar 2017.  (ps)


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