Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/ueberlastet-vodafone-raeumt-geringere-vdsl-downstream-raten-ein-1701-125494.html    Veröffentlicht: 10.01.2017 13:00    Kurz-URL: https://glm.io/125494

Überlastet

Vodafone räumt geringere VDSL-Downstream-Raten ein

Vodafone-VDSL-Kunden haben in den Abendstunden Probleme mit längeren Antwortzeiten und geringeren Downstream-Raten. Die Lösung kann noch Monate dauern und Vodafone rät, ins TV-Kabelnetz zu wechseln.

Vodafone hat Probleme mit der Datenrate seiner VDSL-Zugänge in Berlin und anderswo. Ein Leser von Golem.de hatte berichtet, dass VDSL in der Stadt bei Vodafone in den Abendstunden überlastet sei. Vodafone-Sprecher Volker Petendorf sagte Golem.de am 10. Januar 2017 auf Anfrage: "In Berlin haben wir bei VDSL grundsätzlich keine Störungen und auch ausreichende Kapazitäten. Allerdings kann es aufgrund der intensiven Nutzung von VDSL zeitweilig in den Abendstunden zu längeren Antwortzeiten (Ping) und geringeren Downstream-Raten kommen." Daher habe Vodafone eine "Erweiterung der Bitstream-Übergabepunkte von und zur Telekom initiiert", die vollständige Umsetzung werde aber erst in einigen Monaten abgeschlossen sein.

Alle sollen ins TV-Kabel wechseln

Vodafone versucht seit langem, seine DSL-Kunden, für die Zahlungen an die Telekom fällig werden, in sein TV-Kabelnetz zu überführen. Petendorf erklärte: "Unseren Kunden in Berlin empfehlen wir nach wir vor - wenn immer möglich -, in das Kabelnetz zu wechseln. Es biete höhere Geschwindigkeiten und bessere Kapazitäten als VDSL und habe das Potenzial zu Gigabit-Datenraten."

Das Problem mit Vodafone-VDSL besteht jedoch nicht nur in Berlin. Im Kundenforum des Unternehmens klagen auch Nutzer aus anderen Bundesländern über einen hohen Ping von bis zu 200 Millisekunden. Dort antwortet Vodafone: "Dein Anschluss ist mit mehreren weiteren DSL-Anschlüssen in Deiner Umgebung von einem Kapazitätsengpass betroffen. Wir prüfen nun zusammen mit der Deutschen Telekom, wie wir die Kapazitäten so ausbauen können, dass eine reibungslose Nutzung der Anschlüsse wieder gegeben ist." Ein Zeitraum könne dazu nicht genannt werden.

"Die maximale Bandbreite ist von den physikalischen Eigenschaften der Leitung abhängig - in erster Linie von der Länge der Kupferstrecke und der daraus resultierenden Dämpfung - und mehr oder weniger konstant", sagte Telekom-Sprecher Niels Hafenrichter. Zu den Anschlüssen von Vodafone könne er keine Aussage treffen.  (asa)


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