Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/deutschland-jeder-zehnte-onlinekauf-wird-zurueckgeschickt-1701-125349.html    Veröffentlicht: 03.01.2017 17:20    Kurz-URL: https://glm.io/125349

Deutschland

Jeder zehnte Onlinekauf wird zurückgeschickt

Nur 1 Prozent der Onlinekäufer schickt mehr als die Hälfte der bestellten Waren zurück. Dagegen sagen 44 Prozent der Käufer, noch nie etwas zurückgeschickt zu haben.

Jeder zehnte Onlineeinkauf in Deutschland wird zurückgeschickt. Das hat eine Umfrage im Auftrag des IT-Branchenverbandes Bitkom unter 1.166 Internetnutzern ab 14 Jahren ergeben. Rund die Hälfte - 52 Prozent - schickt bis zu 10 Prozent der bestellten Waren zurück. Lediglich 1 Prozent schickt mehr als die Hälfte seiner bestellten Artikel zurück.

Die meisten Retouren kommen von 14- bis 29-jährigen. Diese schickten 14 Prozent ihrer Onlineeinkäufe wieder zurück.

51 Prozent der Online-Shopper erklärten, Waren im Internet zumindest einmal oder gelegentlich mit der Absicht bestellt zu haben, sie wieder zurückzuschicken, etwa um Kleidung in verschiedenen Größen auszuprobieren. 5 Prozent tun dies regelmäßig. Dagegen sagen 44 Prozent, noch nie etwas zurückgeschickt zu haben. Die Umfrage von Bitkom-Research ist nach den Angaben repräsentativ.

Die mysteriösen Kontensperrungen bei Amazon

Seit dem 13. Juni 2014 gelten neue Regelungen im EU-Verbraucherschutz beim Online-Shopping. Wer online bestellte Waren häufig zurückschickt, muss durch die EU-Angleichung für Retouren zahlen. Viele große Online-Versandhändler hatten danach angekündigt, trotz der Regelung die Kosten für Rücksendungen auch weiterhin zu übernehmen.

Die Gewährleistung ist gesetzlich festgeschrieben und gilt zwischen dem Händler und dem Kunden. Garantie wird dagegen meist vom Hersteller zusätzlich und freiwillig für ein Produkt angeboten.

Kontensperrungen gegen Kunden gibt es laut Amazon nur in Ausnahmefällen. Der Konzern sehe sich "in den sehr seltenen Fällen, bei denen wir einen Missbrauch unserer Services feststellen, gezwungen, die entsprechenden Konten zu schließen."

Golem.de bekam von mehreren Lesern Zuschriften, die von Sperrandrohungen betroffen waren: Ein Leser berichtete, dass er aus 31 Artikel-Bestellungen in den vergangenen sechs Monaten sechs Rücksendungen vorgenommen habe.  (asa)


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