Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/browser-chrome-beginnt-mit-dem-ende-von-flash-1612-125010.html    Veröffentlicht: 12.12.2016 11:15    Kurz-URL: https://glm.io/125010

Browser

Chrome beginnt mit dem Ende von Flash

In zwei Monaten soll der Flash Player im Chrome-Browser deaktiviert werden - HTML5 ist dann Standard für alle Nutzer. Zwar lässt sich Flash dann noch für einige Seite nutzen, ab Herbst 2017 muss die Flash-Nutzung aber immer durch den Anwender erlaubt werden.

Seit der vor wenigen Monaten erschienenen Version 53 blockiert der Chrome-Browser von Google Hintergrunddienste auf Webseiten, die Flash benutzen. Der nächste Schritt zum Abschied von Flash in Chrome ist die standardmäßige Verwendung von HTML5, zunächst für einen kleinen Teil der Nutzer der aktuellen Version 55. Mit der für Februar geplanten Version 56 soll HTML5 als Standard an alle Nutzer ausgeliefert werden, wie das Team in seinem Entwicklungsblog mitteilt.

Das heißt aber nicht, dass keinerlei Flash-Inhalte mehr angezeigt werden können. Der Flash Player ist lediglich deaktiviert und kann auf expliziten Wunsch der Nutzer wieder angeschaltet werden. Die damit verbundene Eingabeaufforderung soll vorerst nur langsam verteilt werden, um die Nutzer nicht allzu sehr zu nerven.

So heißt es in der Mitteilung, dass die Option zum Anschalten von Flash im kommenden Januar nur bei Seiten angezeigt werden soll, die Nutzer vorher noch nicht besucht haben. Die Häufigkeit, mit der das kleine Fenster zur Flash-Aktivierung erscheint, soll dann im Laufe des Jahres 2017 stetig erhöht werden. Hierzu wird eine Heuristik zugrunde gelegt, die die Interaktion der Nutzer mit einer jeweiligen Seite repräsentiert.

Ab Oktober 2017 schließlich soll der Chrome-Browser die Nutzer, die die veraltete Technik noch nutzen, auf allen Seiten zum Aktivieren von Flash auffordern. Der aktuellen Planung zufolge soll diese Aufforderung aber nur einmal pro Seite angezeigt werden. Wann Flash endgültig aus Chrome entfernt werden wird, ist derzeit noch nicht absehbar. Den Verzicht auf Flash begründet das Chrome-Team damit, dass HTML5 schneller, sicherer und energieeffizienter sei.  (sg)


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