Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/deutscher-wetterdienst-wetter-app-zeigt-mehr-gefahrenprognosen-1611-124679.html    Veröffentlicht: 25.11.2016 08:26    Kurz-URL: https://glm.io/124679

Deutscher Wetterdienst

Wetter-App zeigt mehr Gefahrenprognosen

Der Deutsche Wetterdienst hat seine Wetter-App für Android und iOS aktualisiert und informiert darin jetzt auch über weitere Gefahrenprognosen. Bei Hochwasser, Sturmfluten und Lawinen erhalten Nutzer vorher eine Warnung.

Bei extremen Wetterbedingungen soll die Wetter-App des Deutschen Wetterdienstes besser als bisher warnen können. Dazu wurden weiter Gefahrenprognosen in die App für Android und iOS integriert. Bei drohendem Hochwasser, Sturmfluten und Lawinen werden Nutzer per Push-Benachrichtigung informiert. So sollen Betroffene im Vorfeld besser als bisher Vorkehrungen treffen können, um die zu erwartenden Schäden zu minimieren.

Zugelieferte Daten

Die Hochwasserwarnungen beziehen sich auf die Prognosen der jeweiligen Bundesländer und werden vom Deutschen Wetterdienst übernommen. Auch die übrigen Gefahrenprognosen werden von außen zugeliefert, wobei Warnungen vor Sturmfluten und Lawinen auf die jeweiligen Regionen beschränkt sind, in denen überhaupt eine Gefährdung möglich ist.

Im Fall der Sturmfluten sind es die Landesteile in der Nähe von Nord- und Ostsee, bei Lawinenwarnungen liegt der Schwerpunkt im süddeutschen Raum. Die Sturmflutwarnungen werden vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie übernommen, die Lawinenwarnzentrale Bayern liefert Grafiken zur Lawinenlage inklusive Textbericht.

Örtlich stärker eingegrenzte Warnungen

Seit Sommer 2016 gibt es in der Wetter-App des Deutschen Wetterdienstes deutlich genauere Warnungen vor Gewittern, Stürmen und Starkregen. Statt 400 räumliche Unterteilungen werden Warnungen auf rund 10.000 Gemeinden heruntergebrochen. Damit gibt es künftig Wetterwarnungen für einzelne Gemeinden und Stadtteile in Großstädten.

Zuvor wurden Wetterwarnungen für komplette Landkreise ausgegeben. Das führte in der Vergangenheit dazu, dass sich viele Menschen etwa auf ein starkes Gewitter eingestellt hatten, davon aber absehbar nicht betroffen waren. Denn viele Landkreise seien deutlich größer als die meteorologischen Phänomene, vor denen gewarnt wird.

Die aktuelle Version der Warnwetter-App steht kostenlos für Android und iOS zum Herunterladen bereit. Die App bietet neben den üblichen Vorhersagen und Prognosen auch ein Regenradar und weist mittels Benachrichtigungen auf Wetterwarnungen hin. Anwender sollen sich dadurch besser auf heftige Gewitter, Starkregen oder Sturm vorbereiten können.  (ip)


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