Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/sony-das-armband-gegen-vergessene-namen-1611-124629.html    Veröffentlicht: 22.11.2016 13:58    Kurz-URL: https://glm.io/124629

Sony

Das Armband gegen vergessene Namen

Unangenehm: Man trifft jemanden wieder, kommt aber partout nicht auf den Namen des Gesprächspartners. In einem Patent beschreibt Sony eine Lösung für dieses Problem - in Form eines Armbandes, das Stimmen erkennen und Namen zuordnen kann. Ein Highlight des Antrags sind die Zeichnungen.

In einem Patentantrag hat der japanische Elektronikhersteller Sony ein Konzept für ein Armband vorgestellt, mit dessen Hilfe Nutzer an entfallene Namen von Gesprächspartnern erinnert werden sollen. Das Armband nutzt dafür eine eingebaute Stimmenerkennung und gleicht aufgezeichnete Stimmmuster ab. Die Internetseite TechPP hat den Antrag entdeckt.

Schüttelt der Träger des Armbandes jemandem die Hand, soll das Armband das erkennen und einen Aufzeichnungsmodus starten. Das Stimmmuster soll aufgezeichnet und in eine Datenbank eingetragen werden; nennt der Gesprächspartner seinen Namen, wird dieser der Stimme zugeordnet.

Personenerkennung durch Stimmvergleich

Trifft der Träger die Person wieder, wird das Armband beim Händeschütteln erneut aktiv. Wird dann eine vorher aufgezeichnete Stimme wiedererkannt, soll der Name des Gesprächspartners auf einem Smartphone dargestellt werden. Alternativ soll der Name auch über ein Bluetooth-Headset ausgegeben werden.

Das Armband soll einen Controller, der die Bewegungen beim Händeschütteln erkennt, einen Controller zur Aufzeichnung und Verarbeitung der Stimme und Hardware, um mit mindestens einem externen Gerät (Smartphone oder Headset) kommunizieren zu können, beinhalten. Dafür könnte dem Patentantrag zufolge Bluetooth dienen. Ein derartiges Armband könnte dem Antrag zufolge auch ein Display beinhalten.

Persönlichkeitsrechte sollten ein Thema sein

Sony zufolge könnten Nutzer nicht nur auf eine Datenbank mit eigenen Stimmenaufzeichnungen zurückgreifen, sondern auch auf Daten anderer Nutzer. Dieses Konzept ist bezüglich des Schutzes von Persönlichkeitsrechten aber problematisch.

Bereits die für den Gesprächspartner nicht sichtbare Aufzeichnung des Gespräches nach dem Händeschütteln für die eigene Datenbank, dürfte vor diesem Hintergrund unter Umständen rechtlich nicht einwandfrei sein. Eine einfachere Alternative ist es, schlicht höflich nach dem Namen zu fragen.  (tk)


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