Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/airport-apple-gibt-angeblich-weitere-produkte-auf-1611-124605.html    Veröffentlicht: 21.11.2016 16:20    Kurz-URL: https://glm.io/124605

Airport

Apple gibt angeblich weitere Produkte auf

Time Capsule und Airport? Laut einem Bericht von Bloomberg wird es von diesen Geräten keine Updates geben. Das würde allerdings wundern, weil damit ein zentraler Bestandteil der Backup-Infrastruktur verschwinden würde. Andererseits überraschte Apple auch schon mit der Aufgabe der Displays.

Ingenieure der Router-Abteilung wurden versetzt, so ein Bericht von Bloomberg. Mit der Neuverteilung seiner Entwicklungsressourcen würde damit das Geschäft rund um WLAN-Router aufgegeben werden. Bestätigt ist davon seitens Apple typischerweise nichts. Es wäre aber nicht das erste Mal dieses Jahr, dass Apple kurzerhand einen Geschäftsbereich aufgibt. Das Display-Business wurde ebenfalls langsam und unerwartet eingestellt.

Ein Update der Router wäre eigentlich längst überfällig gewesen. Apples Airport und Time Capsule arbeiten noch mit 802.11ac Wave 1. Das kleine, noch immer im Verkauf befindliche Airport Express beherrscht sogar nur den 802.11n-Standard. Die meisten anderen Konkurrenten bieten längst Hardware basierend auf 802.11ac Wave 2 an. Einige wenige sind sogar dabei Triple-Band-Systeme mit 802.11ad auf den Markt zu bringen (Hintergrundartikel 802.11ad)

Auflösung schon seit über einem Jahr

Laut Blooomberg berichten Quellen, dass die Abteilung schon 2015 langsam aufgelöst wurde, was auch zu den fehlenden Hardware-Aktualisierungen passen würde. Die Software wurde allerdings im Mai 2016 zuletzt aktualisiert. Zumindest die Software-Entwickler waren also noch etwas aktiv. Bloomberg hat bei Apple nachgefragt, aber wie üblich keine Antwort erhalten.

Apple gehörte zu den wenigen Herstellern, bei denen vieles aus einer Hand kam und auch aufeinander abgestimmt war. Apples Router wurden über Jahre hinweg mit Sicherheitsupdates unterstützt. Von der Support-Dauer entsprach das durchaus dem, was bei Geschäftskundenroutern üblich ist. Zudem ist die Konfiguration der Hardware sehr einfach, wenngleich Apple schon 2012 den Funktionsumfang seiner Konfigurationssoftware massiv reduzierte, obwohl die Router sehr viel mehr konnten. Apples Ansatz unterschied sich zudem stark von der Konkurrenz, indem dedizierte Konfigurationssoftware notwendig war. Zudem gehören die Apple-Router zu den Geräten, die NAT-PMP unterstützen, das von Apple-Nutzern zusätzlich zu UPnP häufig genutzt wird.

Für Apple-Kunden bedeutet das einen weiteren Unsicherheitsfaktor. Schließlich wäre mit einer möglichen Einstellung des Router-Geschäfts auch eine Einstellung der Time-Capsule-Backupgeräte verbunden. Es könnte allerdings auch das Monitor-Modell verwendet werden. Apple bietet neue Monitore in Zusammenarbeit mit LG an. Ähnlich könnte Apple auch bei Routern und Backup-Systemen verfahren.  (ase)


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