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In eigener Sache

Golem.de erhält zum zweiten Mal DNI-Förderung von Google

Wann bekommt mein Heimatort endlich Glasfaser? Schnell eine Antwort auf Fragen wie diese zu finden, ist oft nicht so einfach. Mit dem Projekt "Wann kommt was?" will Golem.de das ändern und wird dabei von Google unterstützt. Basis ist eine Mischung aus Maschinenlernen und Computerlinguistik.

Golem.de wird zum zweiten Mal von Googles Digital News Initiative (DNI) gefördert. Unterstützt wird das Projekt "Wann kommt was?", für das Golem.de sein umfangreiches Archiv zu vielfältigen Themen aus Technik und IT nutzen wird. Aus eigenen Artikeln und Pressemitteilungen werden dafür Informationen extrahiert und in einer Wissensdatenbank gespeichert.

So sollen Nutzer schnell und unkompliziert Antworten auf Fragen erhalten, die heute noch oft schwer zu finden sind. Das sind vor allem Fragen mit zeitlichem Bezug wie nach der Veröffentlichung des nächsten Updates für ein Gerät oder der Einführung bestimmter Services.

Das Projekt nutzt die rasant fortgeschrittenen Möglichkeiten des Deep Learnings und der Computerlinguistik. "Selbst als nicht sehr großes mittelständisches Unternehmen können wir diese Zukunftstechnologien heute schon anwenden", bestätigt Entwicklungsleiter Alexander Merz.

Nutzerbedürfnisse besser erfüllen

Internetnutzer sind es gewohnt, unmittelbar Antworten auf ihre Fragen zu finden und erwarten auch von Medien, schnell, klar und unkompliziert informiert zu werden. Die meisten Onlinemedien bedienen dieses Bedürfnis bisher nur unzureichend, was Golem.de ändern will. Denn die Digitalisierung wird auch in den nächsten Jahrzehnten der wichtigste Motor für Veränderungen bleiben. Es verwundert daher, dass genau hier kaum systematisch archivierte und leicht aufzubereitende Daten vorliegen.

Google fördert das Projekt mit 50.000 Euro. Mit der Digital News Initiative unterstützt Google nach eigener Aussage Qualitätsjournalismus durch technologische Innovationen. Dabei geht es nicht um Grundlagenforschung, sondern um konkrete Ideen, die in Produkten münden. "Das Projekt unterstreicht abermals, dass wir bei Golem.de nicht nur über die neuesten IT- und Techik-Themen fachkundig schreiben, sondern auch bei der technischen Umsetzung immer ganz vorne mitspielen", sagt Golem.de-Chefredakteur Benjamin Sterbenz. Eine unabhängige Jury aus Medien- und Industrieexperten hat die Projekte evaluiert.

Texte, so lang sie der Leser will

Derzeit arbeitet Golem.de an der Fertigstellung des Projekts, das im vergangenen Februar die Google-DNI-Förderung erhielt und ebenfalls auf unserem umfassenden Archiv aufbaut: "Not too long, did read". Leser sollen damit selbst die Länge und Tiefe des Artikels bestimmen können, den sie lesen. Dafür analysiert ein Algorithmus unsere Artikel absatzweise kontinuierlich.

Die Methode sehen wir als ersten Schritt, neue Lese- und Informationslösungen zu entwickeln. Wir wollen weg vom Text als statische Struktur und Hyperlink-Konstrukt hin zu flexiblen Wort- und Absatzfragmenten als fluide, sich laufend weiterentwickelnde Informationsbausteine. Für das Projekt arbeitet Golem.de mit der Universität Potsdam zusammen. Erste öffentlich nutzbare Funktionen wollen wir im Laufe des ersten Halbjahres 2017 präsentieren.

24 Millionen Euro für 124 Projekte

Bei der aktuellen Förderrunde unterstützt Google DNI 124 Projekte aus 25 europäischen Ländern. 850 Medien haben sich mit ihren Projekten beworben. Insgesamt stellt Google diesmal 24 Millionen Euro zur Verfügung. Aus Deutschland sind neben Golem.de unter anderem Spiegel Online, der Tagesspiegel, iRights.Lab und die Deutsche Welle dabei.

Hinweis: Die Förderung ist völlig unabhängig von unseren journalistischen Inhalten. Wir werden weiterhin in der von unseren Lesern geschätzten Weise kritisch und ausgewogen über Google berichten.  (jg)


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