Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/microsoft-visual-studio-kommt-auf-den-mac-1611-124447.html    Veröffentlicht: 14.11.2016 12:30    Kurz-URL: https://glm.io/124447

Microsoft

Visual Studio kommt auf den Mac

Die Entwicklungsumgebung Visual Studio von Microsoft soll in wenigen Tagen für Apples macOS erscheinen. Das Programm soll einen einfachen Wechsel zwischen Windows und macOS zur Entwicklung von Mobile-Apps und Cloud-Anwendungen ermöglichen.

Zu Beginn dieses Jahres hat Microsoft den Sponsor der freien .Net-Implementierung Mono, Xamarin, übernommen. Die mit Xamarin übernommenen Werkzeuge hat Microsoft nun offenbar deutlich erweitert. Denn wie Microsoft ankündigt, basiert Visual Studio für macOS auf der integrierten Entwicklungsumgebung (IDE) Xamarin Studio. Die IDE Visual Studio für Mac soll auf Microsofts Entwicklerkonferenz Connect() in wenigen Tagen offiziell vorgestellt werden und dann zur Verfügung stehen.

Microsoft bezeichnet diese Entwicklung von Xamarin Studio hin zum neuen Visual Studio für den Mac als eine Evolution von einer IDE für mobile Apps hin zu einem Werkzeuge für die Cloud. Dabei setzt Microsoft natürlich weiterhin voll auf die Verwendung der Sprache C# sowie auf das .NET-Framework.

Sehr ähnlich zum Windows-Pendant

Die IDE für den Mac sei das Gegenstück zu der IDE auf Windows, heißt es. Anwender, die bisher Visual Studio unter Windows genutzt haben und macOS verwenden wollen oder müssen, sollten sich direkt wie zuhause fühlen. Trotz der ähnlichen UI sei die IDE für macOS so gestaltet, dass sich diese nativ in das Aussehen des Apple-Systems einpflege.

Darüber hinaus seien die IDEs für beide Plattformen unter der Haube sehr ähnlich. So werde für Programmierhilfen wie Intellisense die freie .Net-Compiler-Platform Roslyn genutzt. Ebenso werde der gleiche Debugger für Mobile- und Cloud-Apps verwendet. Als Projekt- und Build-System werde MSBuild genutzt, was es zudem ermöglichen soll, nahtlos zwischen Windows und macOS zu wechseln.

Mit Visual Studio für den Mac sollen Anwendungen für Android, iOS und macOS erstellt werden können sowie Anwendungen auf Basis das vergleichsweise neuen .Net Core, das sowohl für reine Cloud- wie auch Web-Anwendungen in Microsofts Azure-Cloud genutzt werden kann.  (sg)


Verwandte Artikel:
Microsoft: KI-Framework kommt auf Windows-10-Endgeräte   
(08.03.2018, https://glm.io/133217 )
Always Connected PCs: Vielversprechender Windows-RT-Nachfolger mit Fragezeichen   
(09.03.2018, https://glm.io/133094 )
Google: Chrome wird künftig mit Clang statt Visual C++ entwickelt   
(06.03.2018, https://glm.io/133171 )
Finspy: Neuer Staatstrojaner-Exploit in RTF-Dokument gefunden   
(13.09.2017, https://glm.io/130025 )
Microsoft: Zusatzpaket bringt wichtige Windows-Funktionen für .Net Core   
(20.09.2017, https://glm.io/130155 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/