Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/calexit-hyperloop-one-gruender-will-ein-unabhaengiges-kalifornien-1611-124395.html    Veröffentlicht: 10.11.2016 18:55    Kurz-URL: https://glm.io/124395

Calexit

Hyperloop-One-Gründer will ein unabhängiges Kalifornien

Donald Trump ist noch nicht einmal vereidigt, da haben manche Einwohner Kaliforniens bereits Fluchtgedanken: Der Unternehmer Shervin Pishevar will eine Kampagne zum Austritt des Bundesstaates aus den USA finanzieren. Unmöglich? Das haben die meisten auch über einen Wahlsieg Trumps gedacht.

Nix wie weg: Nach dem Wahlsieg von Donald Trump bekommt Yes California, die Kampagne für ein unabhängiges Kalifornien, prominente Unterstützung aus der Tech-Branche.

Sollte Donald Trump gewinnen, werde er eine Kampagne finanzieren, damit Kalifornien ein eigener Staat werde, twitterte Hyperloop-One-Gründer Shervin Pishevar noch in der Wahlnacht. "Wir brauchen einen ernsthaften nationalen Dialog über unsere Kultur, Werte und ungezügelten Sexismus, Rassismus und Hass, die die Trump-Kampagne bloßgelegt hat", schreibt er in einem weiteren Tweet.

New California könnte zurückkommen

Nachdem der Sieg des republikanischen Kandidaten feststand, sagte er dem US-Fernsehsender, dass er das ernst meine. "Das ist das Patriotischste, was ich tun kann." Wäre Trump nicht mehr Präsident, könnte sich New California wieder der Union anschließen.

Pishevar ist Gründer und Chef von Hyperloop One. Außerdem ist er Chef des Investmentunternehmens Sherpa Ventures. Pishevar hat mehrere erfolgreiche Startups finanziert, darunter Airbnb und Uber.

Die Tech-Branche unterstützte Clinton

Kalifornien ist nicht nur Sitz sehr vieler IT- und Technikunternehmen. Der US-Bundesstaat ist eine Hochburg der Demokraten. Viele Prominente aus der Szene unterstützten die Demokratin Hillary Clinton im Wahlkampf. Ein unabhängiges Kalifornien wäre die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt.

Die kalifornische Unabhängigkeitsinitiative Yes California, auch Caleavefornia, Califrexit oder Calexit genannt, wurde 2015 gegründet. Ziel ist, 2019 ein Referendum über einen Austritt aus den USA abzuhalten. Angesichts der politischen Entwicklungen in diesem Jahr scheint das gar nicht mal unmöglich: "Sie sagten, Donald Trump werde nicht passieren, sie sagten, #Brexit werde nicht passieren", twitterte die Organisation. "Was werdet ihr sagen, wenn sie euch erzählen, #Calexit wird nicht passieren?"  (wp)


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