Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/smarter-lautsprecher-amazons-echo-anfangs-nur-fuer-wenige-auserwaehlte-1610-124073.html    Veröffentlicht: 27.10.2016 08:45    Kurz-URL: https://glm.io/124073

Smarter Lautsprecher

Amazons Echo anfangs nur für wenige Auserwählte

Heute erhalten erste Amazon-Kunden ein Echo-Gerät. Bisher wurden nur sehr wenige Einladungen zum Kauf des smarten Lautsprechers verteilt. Die meisten Interessenten werden noch einige Wochen warten müssen.

Erst am Erscheinungstag hat Amazon vereinzelt Einladungen für den Kauf eines Echo-Geräts verschickt. Erste Kunden werden daher frühestens heute ihr Echo-Gerät geliefert bekommen, erklärte Amazon. Die Echo-Markteinführung für Deutschland war der 26. Oktober 2016, die ersten Geräte werden jedoch frühestens heute ausgeliefert. Das markiert die Verfügbarkeit der ersten Alexa-fähigen Geräte in Deutschland. Alexa ist Amazons digitaler Assistent und tritt in Konkurrenz zu Googles Asssistant, Apples Siri und Microsofts Cortana.

Die ersten Echo-Einladungen gehen nur an einen sehr kleinen Teil von Amazon-Kunden, heißt es vom Unternehmen. Nach Aussage von Amazon spielen Aspekte wie Umsatz, Alter des Amazon-Kontos oder ähnliche Kriterien keine Rolle bei der Auswahl. In einem Gespräch hat der Chef der Amazon-Gerätesparte und frühere Apple- und Palm-Manager, David Limp, erklärt, dass bisher vor allem solche Kunden ausgewählt wurden, die einen starken Dialekt oder Akzent zu erwarten haben. Damit will Amazon testen, wie gut Alexa etwa mit deutschen Dialekten zurechtkommt.

Alexa soll stetig besser werden

Amazon verkauft die Echo-Geräte vorerst nicht regulär. Es ist zwingend eine Einladung erforderlich, um ein Echo-Gerät zu erwerben. Echo Dot kostet 60 Euro und Echo wird für 180 Euro angeboten. Amazon selbst sieht sich mit der deutschen Version von Alexa am Tag eins, es gebe noch viel Verbesserungspotenzial an dem Dienst. Es wird erwartet, dass ein heute gekauftes Echo-Gerät schon in einigen Wochen und Monaten deutlich leistungsfähiger sein wird, weil der dahinter stehende digitale Assistent Schritt für Schritt verbessert wird.

In Deutschland startet Amazon mit den beiden Modellen Echo und Echo Dot. Beide Geräte werden ausschließlich über die Sprache bedient und auch alle Antworten werden nur gesprochen. Es gibt kein Display und auch keine anderen Eingabemöglichkeiten am Gerät. Während Echo einen großzügig dimensionierten Lautsprecher besitzt, hat Echo Dot nur einen deutlich kleineren Lautsprecher. Für einen besseren Klang kann der Ton über einen größeren Lautsprecher oder eine Musikanlage abgespielt werden.

Echo und Echo Dot können etwa im Wohnzimmer stehen und nehmen dort alle Befehle entgegen. Nach einem Aufweckbefehl namens "Alexa" können Fragen oder Befehle gesprochen werden. Alexa ist die Bezeichnung von Amazons digitalem Assistenten, der mit den Echo-Geräten läuft. Alexa soll Fragen beantworten, Dinge bestellen und das Smart Home steuern können. Der Aufweckbefehl kann auch in Amazon oder Echo geändert werden.

Noch kein Alexa für Fire-TV-Geräte erschienen

In den kommenden Wochen will Amazon schrittweise weitere Einladungen an Kunden verschicken. In welchen Intervallen neue Einladungen verschickt werden, ist nicht bekannt. Auch hat Amazon weiterhin keinen Termin genannt, ab wann die Echo-Modelle auch ohne Einladung verkauft werden. Als die ersten Echo-Geräte in den USA auf den Markt gekommen sind, waren diese anfangs auch nur mit einer Einladung zu haben. Es hat damals etwa ein halbes Jahr gedauert, bis der allgemeine Verkauf begonnen hatte.

In den USA läuft Alexa auch auf den Fire-TV-Geräten. In Deutschland gibt es Alexa weiterhin nicht für Fire-TV-Geräte. Wann diese hierzulande mit den Alexa-Funktionen versehen werden, ist nach wie vor nicht bekannt.  (ip)


Verwandte Artikel:
Smart Home: Amazon verbannt Nest-Geräte aus dem Onlineshop   
(04.03.2018, https://glm.io/133132 )
Weihnachtsgeschäft: Amazon und Google machen keinen Gewinn mit Lautsprechern   
(03.01.2018, https://glm.io/131944 )
Musikstreaming: Amazons Alexa streamt Musik von Deezer   
(06.03.2018, https://glm.io/133158 )
Echo und Echo Plus: Zwei neue Alexa-Lautsprecher, einer mit Smart-Home-Hub   
(27.09.2017, https://glm.io/130301 )
Echo, Homepod und Co.: Käufer wollen nicht viel für smarte Lautsprecher bezahlen   
(16.06.2017, https://glm.io/128411 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/