Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/creators-update-fuer-windows-10-paint-3d-guenstige-3d-brillen-und-beam-broadcasting-1610-124063.html    Veröffentlicht: 26.10.2016 17:31    Kurz-URL: https://glm.io/124063

Creators Update für Windows 10

Paint 3D, günstige 3D-Brillen und Beam-Broadcasting

Auf das Fall Update (Version 1511) und das Anniversary Update (Version 1607) folgt Anfang 2017 das Creators Update für Windows 10. Das soll vor allem 3D-Funktionen in das Betriebssystem integrieren. Eines der ältesten Windows-Programme bekommt ein Update. Außerdem wird Skype zur iMessage-Konkurrenz.

Anfang 2017 will Microsoft das dritte große Windows-10-Update veröffentlichen. Der Name Creators Update deutet schon darauf hin, dass es vor allem Aktualisierungen für die kreative Seite der Anwender geben wird. Mit dem Update sollen auf Windows 10 basierenden Systeme in der Lage sein, 3D-Bilder mit einer Kamera aufzunehmen und dann zu bearbeiten.

Dazu wird auch eine der ältesten Microsoft-Anwendungen aktualisiert: Paint. Das Programm wurde in den letzten Jahrzehnten kaum erneuert. Im Laufe der Jahre kamen nur Kleinigkeiten dazu, wie etwa die Ribbons.

Mit dem Creators Update von Windows 10 wird das Programm in Paint 3D umbenannt. 3D-Bilder lassen sich direkt verarbeiten, und selbst 2D-Teile eines Bildes lassen sich leicht in ein 3D-Objekt verwandeln. Entsprechende Werke lassen sich über Facebook teilen und bleiben auch dort noch 3D-Objekte.

Günstige 3D-Brillen für Windows Holographic

Die Integration der 3D-Unterstützung wird aber auch Teil der professionellen Anwendungen wie Powerpoint. Auch der Edge-Browser bekommt eine 3D-Unterstützung. Der Browser ist auch Teil des Hololens-Betriebssystems. Dieses wiederum wird Teil der Desktop-Variante als das bereits grob angekündigte Windows Holographic, das auch ohne eine Hololens funktioniert. Die Unterstützung von Fremdhardware wird also Teil des Creators Updates.

Zusammen mit dem Update gibt es auch einige Kooperationen, wie etwa die Zusammenarbeit mit Sketchup. Auch Hardware-Partner sind vorgesehen. VR-Hardware für Windows Holographic soll es von HP, Dell, Lenovo, Asus und Acer zur Veröffentlichung des Creators Updates geben. Die Hardware soll zudem als Erweiterung günstig werden und zu Preisen ab 300 US-Dollar zu haben sein.

Für Spieler gibt es Beam-Broadcasting, Skype wird zur iMessage-Konkurrenz

Für Spieler soll das Creators Update eine erweiterte Option zum Games-Broadcasting enthalten: Die im August 2016 gekaufte Beam-Streaming-Technologie wird integriert. Unter Windows 10 wird wie gehabt per Win+G das Overlay geöffnet und mit zwei Klicks live gestreamt. Wie das Kamera- und Mikrofon-Setup funktioniert oder ob Monetarisierungsoptionen existieren, dazu sagte Microsoft nichts.

Wer per PC, Smartphone oder Xbox One zuschaut, kann jedoch per Chat kommentieren. Neu sind obendrein sogenannte Custom Tournaments per Arena-Modus über die Xbox-App für PC und die Xbox One (S). Die neue S-Version erhält bald Bitstream Audio Passthrough über HDMI für Dolby Atmos, was es bei der Playstation 4 bereits kann.

Skype-Kontakte in der Task-Leiste

Mit dem Creators Update wird auch die Integration von Skype vorangetrieben. Es wird zu einer Messenger-Integration und dürfte eine Konkurrenz zu Apples iMessage werden. Die wichtigsten Kontakte werden beispielsweise einfach in der Task-Leiste in der Tray Notification Area abgelegt. Die Integration geht sogar soweit, dass auch die E-Mail-Kommunikation und SMS Teil des Systems über die gesamte Windows-Infrastruktur werden.

Xbox Live und Skype for Business sollen ebenfalls bald integriert werden, allerdings nicht zur Veröffentlichung des Creators Updates.

Erste Builds des Creators Updates sollen noch diese Woche an Windows Insider verteilt werden. Da es sich um sehr frühe Versionen handelt, sollten neugierige Anwender besonders vorsichtig sein. Veröffentlicht wird das Update Anfang 2017. Ein genaues Datum hat Microsoft noch nicht genannt. Das Update wird kostenlos sein.  (ase)


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