Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/wearables-sportuhren-statt-smartwatches-1610-124032.html    Veröffentlicht: 25.10.2016 16:15    Kurz-URL: https://glm.io/124032

Wearables

Sportuhren statt Smartwatches

Der Absatz der Apple Watch schwächelt, auch Pebble und Samsung tun sich schwer mit dem Verkauf ihrer klugen Uhren. Lediglich ein Hersteller im Segment der Smartwatches legt laut einer Studie stark zu - mit einem besonders sportlichen Portfolio.

Rund 1,1 Millionen Apple Watches hat Apple in den Monaten Juli bis September 2016 verkauft. Klingt erstmal viel - ist aber ein Rückgang. Denn im gleichen Quartal des Vorjahres konnte Apple noch 3,9 Millionen Exemplare seiner Uhr an die Frau und den Mann bringen. Der Marktanteil von Apple ist von 70,2 Prozent auf 41,3 Prozent gesunken - ein Rückgang um 71,6 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von IDC.

Ähnlich schlecht ist das Geschäft laut den Marktforschern auch bei Lenovo mit 100.000 verkauften Uhren (Minus 73,3 Prozent) und dem Pionier Pebble mit ebenfalls 100.000 verkaufen Uhren (Minus 54,1 Prozent) gelaufen. Samsung verzeichnet ein kleines Plus von 9 Prozent auf 400.000 Exemplare.

Der eigentliche Gewinner in dem Markt ist der Studie zufolge aber Garmin: Das Unternehmen konnte seinen Absatz innerhalb eines Jahres um 324 Prozent steigern. Statt 100.000 Smartwatchs habe Garmin laut IDC zuletzt rund 600.000 Handgelenkscomputer verkauft - und damit Samsung auf dem zweiten Platz der Liste mit den absatzstärksten Herstellern abgelöst.

Wichtigster Grund für den Erfolg von Garmin dürfte sein, dass die Firma ihr Portfolio in den letzten Monaten stark ausgebaut und beworben und dabei früh auf die momentan besonders gefragten sportlichen Modelle mit GPS und optischer Herzfrequenzmessung gesetzt hat.

Apple und Pebble hingegen haben ihre Uhren erst vergleichsweise spät ähnlich umfassend ausgerüstet. Die Apple Watch kann GPS-Routen etwa erst mit der seit September 2016 verfügbaren Series 2 ohne iPhone aufzeichnen.

Speziell bei Apple kommt laut IDC noch hinzu, dass viele Käufer in den untersuchten Monaten schon auf die nächste Watch gewartet haben dürften. Es wird spannend sein zu sehen, ob Apple nun an alte Erfolge anknüpfen kann: Im zweiten Quartal 2015, also direkt nach dem Verkaufsstart der ersten Version, hatte die Firma laut IDC-Marktforschung rund 3,6 Millionen Uhren verkauft. Apple selbst macht nach wie vor keine Angaben zu den verkauften Stückzahlen.

In der Studie hat IDC nur Smartwatches erfasst, auf denen Apps von Drittentwicklern laufen können. Die vor allem in den USA erfolgreichen Sportuhren und Fitnesstracker von Fitbit sind deshalb nicht vertreten, ebenso wie die Pulsuhren von Polar oder Withings.  (ps)


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