Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/remix-io-neue-set-top-box-mit-remix-os-und-android-tv-ist-finanziert-1610-123970.html    Veröffentlicht: 21.10.2016 17:14    Kurz-URL: https://glm.io/123970

Remix IO

Neue Set-Top-Box mit Remix OS und Android TV ist finanziert

Jide hat mit Remix IO eine kleine Box für Fernseher und Monitore vorgestellt, auf der sowohl das Desktop-Android Remix OS als auch Android TV läuft. Die Finanzierung per Kickstarter ist nach einem Tag Kampagnenlaufzeit bereits gesichert.

Der chinesische Hersteller Jide hat mit Remix IO eine neue Set-Top-Box vorgestellt, auf der parallel Android und Android TV laufen. Anstelle von purem Android ist Remix OS installiert, die von Jide entwickelte Desktop-Variante des mobilen Betriebssystems. Dadurch soll sich Remix IO sowohl als Fernsehbox als auch als Desktop-PC mit Tastatur und Maus nutzen lassen.

Die kleine Box verfügt daher über zahlreiche Anschlüsse: Anders als bei anderen TV-Boxen können Monitore nicht nur per HDMI-Kabel angeschlossen werden, sondern auch über einen VGA-Anschluss. Zudem gibt es einen 3,5-mm-Audioausgang und insgesamt vier USB-2.0-Anschlüsse. Darüber hinaus einen Ethernet-Anschluss und WLAN das nach 802.11/ac unterstützt wird.

Nutzer erkennen über kleine beleuchtete Symbole an der Front der Box, ob gerade der Remix-OS-Modus oder der Android-TV-Modus aktiviert ist. Die in einem ersten Video gezeigte Oberfläche von Android TV scheint der herkömmlichen zu entsprechen. Sie ermöglicht Nutzern, speziell für die Nutzung auf einem Fernseher geeignete Apps aufzurufen, etwa Streaming-Anwendungen oder auch Spiele. Die Oberfläche ist entsprechend großformatig aufgezogen.

Die Benutzeroberfläche von Remix OS hingegen ist konsequent auf die Nutzung als Desktop-System getrimmt - obwohl ein Android-System dahintersteckt. Remix OS arbeitet mit Fenstern, einer Art Taskleiste und wird mit Maus und Tastatur bedient. Das System basiert auf Android 7.0.

SoC von Rockchip

Im Inneren des Remix IO steckt Rockchips Achtkern-CPU RK3368 mit A53-Kernen und einer maximalen Taktrate von 1,2 GHz. Das SoC wurde bereits im Jahr 2015 vorgestellt und ist entsprechend nicht vergleichbar mit aktuellen Top-Chips. Jide baut in seine TV-Box 2 GByte Arbeitsspeicher ein, der interne Flash-Speicher ist 16 GByte groß. Ein Steckplatz für Micro-SD-Karten bis zu einer Größe von 128 GByte ist eingebaut.

Für die Realisierung des Projektes sammelt Jide aktuell auf Kickstarter Geld. Bis zum 19. November 2016 sollten 250.000 US-Dollar für die Produktion des Remix IO gesammelt werden - ein Ziel, das bereits nach einem Tag überschritten wurde. Aktuell haben über 2.700 Unterstützer über 300.000 US-Dollar zusammengebracht.

Momentan können Unterstützer sich ein Remix IO für 100 US-Dollar zuzüglich Steuern und Versand vorbestellen. Sollten die 4.000 zu diesem Preis bereitstehenden Geräte vergriffen sein, kostet die TV-Box 110 US-Dollar. Die Auslieferung soll im März 2017 erfolgen.  (tk)


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