Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/itk-engineering-bosch-kauft-softwarespezialisten-mit-800-beschaeftigten-1610-123809.html    Veröffentlicht: 13.10.2016 15:23    Kurz-URL: https://glm.io/123809

ITK Engineering

Bosch kauft Softwarespezialisten mit 800 Beschäftigten

Bosch übernimmt ITK Engineering mit 800 System- und Softwareentwicklern. Der Autozulieferer sieht sich als Softwareunternehmen.

Bosch kauft das Softwareunternehmen ITK Engineering. Das gab der Autozulieferer am 13. Oktober 2016 bekannt. ITK Engineering hat über 800 Beschäftigte und bietet modellgestützte System- und Softwareentwicklung mit Schwerpunkt in der Automobil, Medizin- und Bahntechnik. "Mit der Akquisition von ITK Engineering stärken wir unsere Position im weltweiten Wachstumsmarkt der Entwicklungsdienstleistungen", sagte Markus Heyn, Bosch-Geschäftsführer.

ITK Engineering hat 800 Beschäftigte, die einen Umsatz von 67 Millionen Euro erwirtschaften. Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht. Die Kartellbehörden müssen der Übernahme noch zustimmen.

Die Tochtergesellschaft Bosch Engineering entwickelt Kleinserien und beschäftigt weltweit 2.200 Mitarbeiter. Mit der Übernahme von ITK Engineering will Bosch sein Angebot an Entwicklungsdienstleistungen und individuellen Softwareentwicklungen erweitern und ausbauen. ITK Engineering wird nach der Übernahme als eine 100-prozentige Tochtergesellschaft von Bosch Engineering geführt.

Neueinstellungen von Entwicklern im Ausland

Bosch erklärte im März 2016, dass die Firma sich als Softwareunternehmen sehe. Der Automobilzulieferer beschäftigte zu der Zeit mehr als 15.000 Software-Entwickler. 2.100 Akademiker würden hierzulande in diesem Jahr neu eingestellt, darunter viele Software-Entwickler für das Internet der Dinge.

In diesem Jahr sollten weltweit 14.000 Hochschulabsolventen neu eingestellt werden, dies sind 2.000 mehr als im vergangenen Jahr. Regional liegt der Schwerpunkt der Neueinstellungen jedoch im Asien-Pazifik-Raum. In Indien plante Bosch 3.500 Akademiker einzustellen, gefolgt von China mit 2.500 und Deutschland mit 2.100. Dabei geht es hauptsächlich nicht um neue Arbeitsplätze, sondern oft nur um Ersatz für ausscheidende Beschäftigte.  (asa)


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