Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/spiele-optimieren-amd-unterstuetzt-die-gaming-evolved-app-nicht-mehr-1610-123772.html    Veröffentlicht: 12.10.2016 13:30    Kurz-URL: https://glm.io/123772

Spiele optimieren

AMD unterstützt die Gaming-Evolved-App nicht mehr

Das war's dann: AMDs Konkurrenz zu Nvidias Geforce Experience wurde eingestellt. Bei aktuellen Grafiktreibern fehlt die Gaming-Evolved-App, die Weiterentwicklung ist nicht geplant.

Drei Jahre nach Vorstellung der Gaming-Evolved-App integriert AMD diese nicht mehr in sein Treiberpaket. In der Radeon Software 16.10.1 fehlt das Programm, auch in der vorherigen Radeon Software glänzte es durch Abwesenheit. Darauf angesprochen, sagte AMD, man werde die Gaming-Evolved-App weder weiter unterstützen noch technische Hilfestellung leisten. Ältere Versionen von vor dem 12. September 2016 würden aber noch funktionieren.

AMD hatte die Gaming-Evolved-App im Herbst 2013 vorgestellt, parallel zur Radeon R9 290X alias Hawaii XT. Das kleine Programm war als Konter zu Nvidias im Frühling 2012 angekündigter Geforce Experience gedacht und wird eigentlich von Raptr entwickelt - dort ist die App auch nach wie vor verfügbar.

Beide Tools durchsuchen den Spiele-PC nach installierten Titeln und sind in der Lage, die Grafikeinstellungen anhand der verbauten AMD- oder Nvidia-Hardware zu optimieren. In vielen Fällen sind die vorgeschlagenen Optionen durchaus sinnvoll, da die Mischung aus Bildrate und Optik meist stimmig ist. Allerdings ist Nvidias Lösung besser angepasst, sie schlägt bei schnellen Grafikkarten sogar vor, das Treiber-Downsampling (VSR) einzuschalten. AMD unterstützt zwar dergleichen, aber nicht in der Gaming-Evolved-App.

Abgesehen von den Spieleoptimierungen eignen sich beide Programme dazu, Szenen aus den jeweiligen Titeln ressourcenschonend aufzunehmen, da die Video-Fixed-Functions der GPUs statt der CPU-Kerne zur H.264-Encodierung herangezogen werden. Die FFUs liegen beim Spielen weitestgehend brach, weshalb sich hier ein sinnvoller Anwendungszweck gefunden hat. Die Gaming-Evolved-App und die Geforce Experience können Szenen auch live auf Twitch streamen. Seit der Version 3.0 setzt das Nvidia-Programm übrigens eine Registrierung voraus, also einen Geforce-Account.

Wir gehen davon aus, dass Raptr das Raptr-Programm weiter entwickeln wird und einzig AMD sich von Raptr als Partner getrennt hat. Kurzfristig war Raptr aber nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.  (ms)


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