Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/intel-prozessoren-hersteller-bereiten-mainboard-fuer-kaby-lake-vor-1610-123649.html    Veröffentlicht: 06.10.2016 11:15    Kurz-URL: https://glm.io/123649

Intel-Prozessoren

Hersteller bereiten Mainboards für Kaby Lake vor

Erste Partnerhersteller veröffentlichen BIOS-Updates: Viele ursprünglich für Skylake-Chips gedachte Platinen werden so für Kaby Lake fit gemacht. Bis zu deren Erscheinen dauert es aber noch.

Asus und MSI haben als erste Hersteller BIOS-Updates für Sockel-1151-Mainboards zum Download bereitgestellt. Die Firmwares sind für Hauptplatinen mit den Chipsätzen Z170, H170, B150 sowie H110 gedacht und enthalten die Unterstützung für kommende Intel-Prozessoren, Codename Kaby Lake. Die Chips erscheinen als siebte Core-Generation, das Topmodell wird der Core i7-7700K mit bis zu 4,5 GHz Boost-Takt. Hintergrund ist der neue 14FF+-Herstellungsprozess, der höhere Frequenzen ermöglicht als 14FF.

Durch die initiale Versorgung mit neuen BIOS-Updates ist es für Endkunden somit schon vor der Veröffentlichung möglich, Kaby-Lake-Prozessoren zu verwenden. Asus betont jedoch, dass weitere Firmware-Versionen für eine gesteigerte Leistung und erweiterte Kompatibilität folgen sollen. Zeit dafür ist ausreichend: Während die 4,5- und 15-Watt-Modelle von Kaby Lake für Ultrabooks schon im September 2016 angekündigt wurden, sollen die Notebook- und die Desktop-Ableger erst auf der Consumer Electronics Show im Januar 2017 in Las Vegas starten.

Ein Tick, kein Tock

Bei Kaby Lake handelt es sich um eine leicht verbesserte Architektur, die Unterschiede zur Skylake-Technik sind allerdings gering. Für die CPU-Kerne hat Intel zwar Optimierungen wie verkürzte Latenzen am Front- und Backend vorgenommen, dazu aber keine Details bekanntgegeben. Das Speed Shifting, also das autonome Anlegen von Boost-Taktraten, erledigen die neuen Chips jedoch deutlich flotter. Das beschleunigt die Leistung bei Teillast, bei längeren Berechnungen hat es hingegen keine Auswirkungen.

Größter Unterschied zu Skylake ist die Video-Codec-Unterstützung: Die integrierte GPU von Kaby Lake beschleunigt H.265- und VP9-Inhalte in Hardware, was im Notebook- und Desktop-Segment wenig relevant ist. Anders als in Ultrabooks werden hier meist dedizierte Grafikkarten verwendet. Neue Chipsätze wie den Z270 gibt es für Kaby Lake zwar, die Unterschiede beschränken sich offenbar auf (noch) mehr PCIe-Lanes.  (ms)


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