Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/google-chromecast-mit-4k-unterstuetzung-wird-wohl-teuer-1609-123471.html    Veröffentlicht: 27.09.2016 10:35    Kurz-URL: https://glm.io/123471

Google

Chromecast mit 4K-Unterstützung wird wohl teuer

Noch bevor Google einen neuen Chromecast vorgestellt hat, sind die wichtigsten Informationen dazu bekannt. Neben einem Pressefoto ist auch bereits der Preis dafür veröffentlicht worden. Falls dieser stimmt, wird es der 4K-Chromecast schwer auf dem Markt haben.

Google wird wohl Anfang des Monats offiziell den neuen Chromecast Ultra vorstellen. Es ist das erste Chromecast-Modell, mit dem 4K-Inhalte abgespielt werden können. Die bisherigen Chromecast-Modelle sind noch auf Full-HD-Auflösung beschränkt. Der gewöhnlich sehr gut informierte Evan Blass von Venture Beat hat bereits ein Pressefoto vom neuen Chromecast-Modell zugespielt bekommen. Und das ebenfalls gut informierte Blog Android Police weiß bereits den Preis für den Chromecast Ultra, der wohl doppelt so teuer werden wird wie das aktuelle Modell.

Neu sind 4K und HDR

Die grundlegende Bauform wurde vom Chromecast der zweiten Generation übernommen: Es gibt wieder einen Puck, in dem die Elektronik steckt. Fest damit verbunden ist ein Kabel mit HDMI-Anschluss, um den Chromecast mit Fernseher oder Projektor zu verbinden. Vom bisherigen Chromecast unterscheidet sich das neue Modell nach derzeitigem Kenntnisstand durch 4K- und HDR-Unterstützung. Demnach wird auch das neue Chromecast-Modell ohne Fernbedienung ausgeliefert.

Das Grundprinzip bleibt unverändert: Der Chromecast erfordert zwingend ein anderes Gerät, um Inhalte abzuspielen, der Puck übernimmt dann das eigentliche Streaming. Das andere Gerät ist so etwas wie eine Fernbedienung. Möglich sind Smartphones und Tablets mit Android oder iOS sowie Windows- und OS-X-Computer mit installiertem Chrome-Browser. Inhalte aus dem Internet werden dann auf dem Chromecast ausgegeben.

Chromecast Ultra wird doppelt so teuer

Der Chromecast Ultra soll in den USA für 70 US-Dollar auf den Markt kommen und wäre damit doppelt so teuer wie der Chromecast der zweiten Generation. Für Deutschland würde das einen Preis von 80 Euro bedeuten. Bisher zeichnete sich der Chromecast durch einen vergleichsweise günstigen Preis aus, das ändert sich mit dem Ultra-Modell. Denn damit wäre der neue Puck gerade mal 20 Euro günstiger als etwa die 4K-fähige Streamingbox Fire TV samt Fernbedienung von Amazon. Google wird es schwer haben, Kunden vom Kauf des Chromecast zu überzeugen, da die Amazon-Box für einen Aufpreis von 20 Euro erheblich mehr bietet, allerdings Googles Cast-Technik nicht unterstützt.

Noch dramatischer sieht die Situation in den USA aus, wo der chinesische Hersteller Xiaomi in Kürze die Streamingbox Mi Box mit 4K-Unterstützung auf den Markt bringt. Sie läuft mit Android TV und unterstützt alle Funktionen des Chromecast und kostet dort ebenfalls 70 US-Dollar. Käufer der Mi Box erhalten aber auch den vollen Android-TV-Funktionsumfang und können das Gerät mit einer normalen Fernbedienung steuern. Dadurch lässt sich das Gerät besser auch blind bedienen, weil sich die Tasten der Fernbedienung erfühlen lassen.

Es wird erwartet, dass Google nach der Markteinführung des Chromecast Ultra das normale Modell weiterhin anbietet. Wer nicht zwingend 4K-Inhalte abspielen möchte, kann das bisherige Modell nutzen.  (ip)


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