Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0102/12345.html    Veröffentlicht: 14.02.2001 15:09    Kurz-URL: https://glm.io/12345

Kommen bald virtuelle Firmenkonferenzen mit 3D-Avataren?

Überwindung räumlicher Kommunikationsgrenzen per 3D-Figur geplant

Am 1. Januar 2001 startete das EU-Forschungsprojekt "AvatarConference" mit einer Laufzeit von 24 Monaten. Ziel des Projekts ist die Schaffung einer virtuellen Konferenzumgebung, in der die Konferenzteilnehmer durch Avatare, also animierte 3D-Charaktere repräsentiert werden.

Die Konferenzumgebung soll es vor allem Unternehmen ermöglichen, effizienter und zielgerichteter auch über Distanzen hinweg zu arbeiten. Die Teamarbeit könne mit Avataren wesentlich besser abgewickelt werden, da die Intensität der Kommunikation direkt mit der geographischen Distanz zwischen den Kommunikationspartnern korreliere, so das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO.

Hier existiere ein enormes Potenzial zur Erhöhung der Effizienz und Effektivität der Kommunikation und damit gleichzeitig auch zur Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Projektpartnern. Online-Konferenzen, die möglichst umfassend die Eigenschaften einer echten Konferenz unterstützen, könnten hier helfen, Zeit und Kosten zu sparen.

Das Projekt "AvatarConference" soll im Rahmen der Forschungstätigkeit des internationalen Konsortiums eine solche Kommunikationumgebung schaffen. Die Konferenzteilnehmer werden als Avatare repräsentiert und können in der Konferenzumgebung interagieren. Als unterstützende Funktionen werden unter anderem Echtzeitkommunikation, Sprach- und Stimmerkennung, Online-Übersetzung und Application-Sharing-Funktionalitäten angeboten.

Eine erste Präsentation von "AvatarConference" wird am 28. Februar 2001 im Rahmen eines Cluster Meeting in Brüssel zum Thema "Intelligent and Sustainable Workplaces" stattfinden.

Projektpartner sind außer dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO als Projektkoordinator und der Firma e-pro solutions GmbH als technischer Koordinator die Firmen Festool aus Mailand, AvatarMe aus London, Exodus aus Athen, Linguatec aus München die Pixelpark Schweiz AG und Blaxxun Interactive aus San Francisco.  (ad)


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Links zum Artikel:
Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation: http://www.iao.fhg.de

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