Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/zerlegtes-iphone-7-plus-fuer-die-sensortaste-hat-apple-die-kopfhoererbuchse-geopfert-1609-123295.html    Veröffentlicht: 16.09.2016 15:09    Kurz-URL: https://glm.io/123295

Zerlegtes iPhone 7 Plus

Für die Sensortaste hat Apple die Kopfhörerbuchse geopfert

Ein zerlegtes iPhone 7 Plus zeigt, dass an der Stelle der Kopfhörerbuchse jetzt die Steuereinheit für die neue Sensortaste untergebracht ist. Manch ein Nutzer hätte wohl lieber die Klinkenbuchse behalten und wäre beim klassischen Homebutton geblieben.

Der Verkauf für das iPhone 7 und das iPhone 7 Plus hat begonnen und der Reparaturbetrieb iFixit hat Apples neues Smartphone seziert. Bereits beim Öffnen ist auffällig, dass das Gehäuse stärker als bei den Vorgängermodellen verklebt ist. Grund dafür könnte der höhere Grad des Wasserschutzes sein, den Apple in das neue Modell integriert hat. An der Gehäuseform ist bekanntermaßen seit dem ersten iPhone 6 nicht viel verändert worden.

Elektronik für Sensortaste im Tausch gegen Klinkenbuchse

An der Stelle, wo bei den iPhone-6-Modellen die Buchse für den Kopfhörer sitzt, ist beim neuen Modell die Steuereinheit für die neue Sensortaste untergebracht. Apple hat den gewonnenen Platz demnach nicht etwa für einen größeren Akku genutzt. Außerdem befindet sich an der Stelle ein Kunststoffteil, das mutmaßlich zur Schallisolierung benutzt wird. Es ist unklar, ob damit Außengeräusche zum Mikrofon geleitet oder Störgeräusche der Steuereinheit für die Sensortaste abgehalten werden sollen, die sich direkt neben dem Kunststoffteil befindet.

The Verge hat von Apple erfahren, dass der Baustein dazu dienen soll, dass der Höhenmesser im iPhone trotz der Wasserdichtigkeit des Gehäuses funktionieren soll.

Insgesamt soll der Akku beim iPhone 7 Plus eine Stunde länger als beim iPhone 6S Plus halten. Das ist nicht gerade viel, aber die Kapazität des Akkus wurde auch nur geringfügig erhöht. Statt 2.750 mAh beim iPhone 6S Plus stehen künftig 2.900 mAh zur Verfügung. Das erste iPhone-6-Plus-Modell hatte mit 2.915 mAh einen Akku mit höherer Kapazität als das iPhone 7 Plus.

Anschlüsse besser abgedichtet

Gegen eindringendes Wasser wurde die Lightning-Buchse besser als bisher abgedichtet. Während das Vorgängermodell Schaumstoff nutzte, um das Eindringen von Wasser zu verhindern, gibt es jetzt eine geschlossene Gummidichtung, um einen besseren Wasserschutz zu erreichen. Auch der Steckplatz für die SIM-Karte sowie der Auswurfmechanismus sind mit einer Gummidichtung versehen.

Das iPhone 7 Plus ist nach IP67 vor Wasser und Staub geschützt und soll einen Tauchgang von einem Meter Wassertiefe bis zu 30 Minuten lang unbeschadet überstehen.

Nachtrag vom 18. September 2016, 9:28 Uhr

Bei dem nicht identifizierbaren Kunststoffteil soll es sich um einen Baustein handeln, der dabei helfen soll, dass der Höhenmesser im iPhone auch trotz der Wasserdichtigkeit funktioniert. Das hat The Verge von Apple erfahren. Die betreffende Textpassage wurde aktualisiert.  (ip)


Verwandte Artikel:
Corephotonics: Israelisches Unternehmen verklagt Apple wegen Dual-Kameras   
(08.11.2017, https://glm.io/131026 )
Drei: Netzanbieter warnt vor Upgrade auf iOS 11   
(20.09.2017, https://glm.io/130156 )
iPhone X: Zwei Argumente halten Apple-Kunden vom Kauf ab   
(07.03.2018, https://glm.io/133202 )
iPhone: Dialog entwickelt weiter Power-Chips für Apple   
(05.03.2018, https://glm.io/133136 )
Siri: Apple wird wegen Patentverletzung verklagt   
(11.03.2018, https://glm.io/133268 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/