Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/brandgefahr-durch-akku-die-meisten-kunden-haben-das-galaxy-note-7-behalten-1609-123287.html    Veröffentlicht: 16.09.2016 08:31    Kurz-URL: https://glm.io/123287

Brandgefahr durch Akku

Die meisten Kunden haben das Galaxy Note 7 behalten

Trotz der Brandgefahr durch einen überhitzten Akku haben die meisten Käufer eines Galaxy Note 7 ihr Smartphone behalten. Samsung hatte zur Rückgabe des Geräts aufgerufen. Das Unternehmen hat mittlerweile die Ursache für die Probleme benannt.

Samsung hat Mühe, den Aufruhr um die Brandgefahr des Akkus im Galaxy Note 7 in den Griff zu bekommen, denn bisher haben die meisten Käufer des Smartphones nicht auf den Rückruf durch den Hersteller reagiert. In den USA wurden bereits etwa eine Million Stück vom Galaxy Note 7 verkauft, wie die US-Verbraucherschutzbehörde CPSC mitgeteilt hat. Die CSPC hat nach Samsung nochmals einen Rückruf angeordnet, dabei soll es eine enge Kooperation mit Samsung gegeben haben.

Nur 130.000 von 1 Million Geräte kamen zurück

Samsung selbst spricht in einer aktuellen Videobotschaft davon, dass in den USA bisher gerade mal 130.000 Galaxy Note 7 von den Kunden zurückgegeben wurden. Samsung verspricht, dass spätestens ab dem 21. September 2016 Geräte verfügbar sind, deren Akkus nicht mehr in Brand geraten sollen. Das könnte ein Grund für die geringe Rücklaufquote sein: Die Kunden warten möglicherweise, bis Samsung ein gleichwertiges Ersatzgerät stellen kann. Bisher kann Samsung keine Ersatzgeräte stellen, die den Akkudefekt nicht aufweisen.

Samsung nennt Ursache für Akkubrand

Gegenüber koreanischen Behörden hat Samsung den Grund für die Probleme genannt, berichtet Bloomberg. Demnach sei es im Produktionsprozess zu Fehlern gekommen, bei dem die Bauteile im Akku zu stark zusammengedrückt wurden und es dadurch zu Kurzschlüssen kommen kann. Das wiederum kann eine Überhitzung des Akkus und eine Explosion hervorrufen.

Fluggesellschaften verbieten Nutzung des Galaxy Note 7

Mittlerweile verbieten auch viele Fluggesellschaften innerhalb der EU die Nutzung eines Galaxy Note 7 während eines Fluges, nachdem die US-Luftfahrbehörde eine entsprechende Empfehlung ausgesprochen hatte. Fluggäste werden aufgefordert, das Samsung-Smartphone weder zu verwenden noch dessen Akku zu laden. Die Fluggesellschaften befürchten Unfälle durch ein überhitztes Galaxy Note 7.

Mit einem geplanten Firmware-Upgrade will Samsung die Akkukapazität des Galaxy Note 7 auf maximal 60 Prozent beschränken. Das Upgrade soll am 20. September 2016 erscheinen. Der Hersteller will damit das Risiko eines Akkubrandes vermindern. Außerdem könnte der Schritt als leichtes Druckmittel dienen, um zögerliche Nutzer zur Rücksendung ihrer Geräte zu bewegen. Eine Reduzierung auf maximal 60 Prozent der eigentlichen Kapazität dürfte sich im Alltag deutlich bemerkbar machen.  (ip)


Verwandte Artikel:
Fan Edition: Samsungs Galaxy Note 7 kommt billiger zurück   
(03.07.2017, https://glm.io/128700 )
Pannen-Smartphone: Samsung will Galaxy Note 7 zurückbringen   
(28.03.2017, https://glm.io/126968 )
Samsung: Galaxy Note 7 wird per Update endgültig lahmgelegt   
(25.03.2017, https://glm.io/126934 )
Refurbish: Samsung will offenbar aufbereitete Galaxy Note 7 verkaufen   
(21.02.2017, https://glm.io/126298 )
Samsung zum Galaxy Note 7: Schuld waren die Akkus   
(23.01.2017, https://glm.io/125739 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/