Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/biere-2-telekom-erweitert-ihr-groesstes-rechenzentrum-in-deutschland-1609-123222.html    Veröffentlicht: 12.09.2016 16:21    Kurz-URL: https://glm.io/123222

Biere 2

Telekom erweitert ihr größtes Rechenzentrum in Deutschland

Die Deutsche Telekom legt den Grundstein für die Erweiterung ihres Rechenzentrums in Biere in Sachsen-Anhalt. Auch einiges zur Sicherheit wurde bekannt.

Die Deutsche Telekom erweitert ihr Rechenzentrum in Biere im Bundesland Sachsen-Anhalt. Das gab das Unternehmen am 12. September 2016 bei der Grundsteinlegung bekannt. Mit der Errichtung von drei weiteren Rechenzentrumsmodulen werden die Cloud-Kapazitäten am Standort Biere um 150 Prozent erweitert. Die Inbetriebnahme ist für das zweite Quartal 2018 geplant.

Biere funktioniert gemeinsam mit dem Magdeburger Standort als Twin-Core-Rechenzentrum, bei dem Daten in der Magdeburger Altanlage gespiegelt werden. Bisher stehen in Biere 20.000 Server.

Die Telekom wird einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag in ihr Rechenzentrum in Biere investieren, sagte Reinhard Clemens, der Leiter der Geschäftskundensparte T-Systems im März 2016. "Das Rechenzentrum Biere 1 ist eigentlich schon voll." Die Investition für den Neubau beträgt nach Angaben der Staatskanzlei 170 Millionen Euro, 10 Millionen Euro trägt der Steuerzahler.

Sicherheit im Rechenzentrum

Mit dem Ausbau zum Twincore-Rechenzentrum sollten laut einem früheren Bericht 100 Arbeitsplätze in Biere und weitere 30 neue Jobs in Magdeburg entstehen. Das Rechenzentrum in Biere ist seit dem Jahr 2014 in Betrieb.

Der Netzbetreiber hat verschiedene Partnerschaften in dem Bereich: die Open Telekom Cloud auf Basis von Huawei-Hardware, die vCloud von VMware, die Cisco Intercloud und die Microsoft-Cloud für Azure. Während das Huawei-Cloud-Produkt im niedrigen Preissektor angesetzt sein wird, liegt die Cisco Intercloud eher im Premium-Bereich.

Laut einem Bericht des MDR Sachsen-Anhalt ist das Rechenzentrum mit einem zwei Meter hohen Zaun, Stacheldraht, Handflächenscanner und Personenschleusen gesichert. Rund 300 Kameras überwachen das Gelände und ein vier Meter hoher Erdwall soll auch Angriffe großer Fahrzeuge stoppen können. Ein Wassertank und Edelgas sollen Brände ersticken. Dieselaggregate als USV sollen das Rechenzentrum zwei Tage mit Elektrizität versorgen können.  (asa)


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