Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/uebernahme-instapaper-gehoert-pinterest-1608-122875.html    Veröffentlicht: 24.08.2016 13:00    Kurz-URL: https://glm.io/122875

Übernahme

Instapaper gehört Pinterest

Pinterest hat Instapaper gekauft. Für die Nutzer des Später-Lesen-Dienstes soll sich erst einmal nichts ändern. Die Instapaper-Erfahrungen sollen langfristig in den sozialen Dienst Pinterest einfließen.

Das soziale Netzwerk Pinterest übernimmt den Später-Lesen-Dienst Instapaper, heißt es in einem Blogbeitrag von Instapaper. Finanzielle Details zum Verkauf wurden nicht bekannt gegeben. Für Instapaper ist das bereits die zweite Übernahme. Das vom Entwickler Marco Arment gegründete Unternehmen wurde 2013 an Betaworks verkauft.

Pinterest wird Instapaper weiterführen, auch wenn Pinterest eine ähnliche Später-Lesen-Funktion besitzt, mit der sich entsprechende Artikel festpinnen lassen. Die Instapaper-App soll als eigenständiges Produkt weitergeführt werden. Instapaper gehört zu den großen Anbietern von Später-Lesen-Diensten. Nutzer können Artikel darin verwalten und später - bei Bedarf auch ohne Internetverbindung- lesen.

Im Zuge der Übernahme wird Instapaper sein Büro in New York City aufgeben und nach San Francisco in das Hauptquartier von Pinterest ziehen. Damit sollen die beiden Bereiche enger zusammenarbeiten können. Pinterest will aus den Erfahrungen von Instapaper lernen und die eigene Später-Lesen-Funktion entsprechend verbessern.

Instaparser wird eingestellt

Mit der Übernahme wird der Dienst Instaparser eingestellt. Er richtet sich an Unternehmen, die Artikelinhalte von Webseiten übernehmen wollen. Neuanmeldungen für Instaparser sind nicht mehr möglich und Bestandskunden werden keine Gebühren mehr für die Nutzung des Dienstes berechnet. Vorerst wird der Dienst noch weitergeführt, er soll am 1. November 2016 eingestellt werden.

Instapaper gibt es entweder kostenlos oder im Abo. Das Abo kostet im Jahr 30 US-Dollar und es gibt ein Monatsabo für 3 US-Dollar. Bei aktiviertem Abo gibt es unter anderem eine Volltextsuche in allen gespeicherten Artikeln, der Kunde kann unbegrenzt viele Notizen anlegen oder Artikel bequem auf Amazons E-Book-Reader Kindle schicken, um Artikel darauf zu lesen. Außerdem können sich Nutzer in der Instapaper-App Inhalte vorlesen lassen und mittels Speed-Reading-Verfahren soll das Lesen von Artikel beschleunigt werden.  (ip)


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