Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/aoc-pc-vr-ausprobiert-fast-wie-oculus-rift-nur-deutlich-guenstiger-1608-122775.html    Veröffentlicht: 18.08.2016 13:42    Kurz-URL: https://glm.io/122775

AOC PC VR ausprobiert

Fast wie Oculus Rift, nur deutlich günstiger

AOC zeigt Oculus, wie das Rift hätte werden sollen: Der Monitorhersteller überrascht mit fast identischen Spezifikationen und einem deutlich günstigeren Preis. Wir haben einen Prototyp des VR-Headsets ausprobiert.

Viel Kritik bekam Oculus für den Preis des Rift - viele waren von 399 US-Dollar ausgegangen; tatsächlich war der Preis mit 600 US-Dollar deutlich höher. In Deutschland kostet das Headset aktuell sogar 699 Euro. Den von vielen gewünschten Preis von 399 US-Dollar peilt der Monitorhersteller AOC mit seiner auf der Gamescom gezeigten Virtual-Reality-Brille an. Technisch ist das neue Head-mounted Display (HMD) - Codename PC VR - dem Oculus Rift sehr ähnlich. Ein erster Prototyp konnte uns durchaus überzeugen.

Wie beim Rift sind in dem HMD zwei OLED-Panels mit einer Auflösung von 1.200 x 1.080 Pixeln und einer Bildfrequenz von 90 Hz verbaut. Anders als beim Rift werden Linsen mit Fresnel-Schliff verwendet, keine Fresnel-Hybride. Im kurzen Test konnten wir - wie auch beim Rift - nur schwer einzelne Pixel ausmachen, ein Fliegengitter-Effekt ist aber vorhanden.

Das Tracking wird nicht von einer Kamera, sondern vom Headset übernommen, ohne zusätzliches Zubehör. Wie das umgesetzt wird, sagte AOC nicht. Beim Ausprobieren reagierte das VR-Headset aber ähnlich schnell wie beispielsweise Samsungs Gear VR.

Zum Tragekomfort können wir noch nicht viel sagen, da wir nur einen recht frühen Prototyp gezeigt bekommen haben. Auch die integrierten Kopfhörer sollen noch nicht final sein. Das verbaute Klappkonzept erinnert aber ebenfalls an das Oculus Rift.

Das AOC-HMD wird Teil der OSVR-Initiative (Open Source Virtual Reality) sein. Damit unterstützt das Headset alle mit Steam-VR kompatiblen Spiele - allerdings ohne die Raumerfahrung. Entwickler müssen ihre Spiele nicht mit einem speziellen SDK an das Headset anpassen. Da die Spezifikationen denen des HTC Vive und Oculus Rift sehr ähnlich sind, dürften auch die Hardwareanforderungen wahrscheinlich identisch sein - eine Nvidia GTX 970, ein Intel i5-4590 und 8 GByte Arbeitsspeicher sollten vorhanden sein.

Das finale Produkt soll bereits im November oder Dezember auch in Deutschland starten, zu einem Preis von knapp 400 Euro.  (sw)


Verwandte Artikel:
Gamescom 2018: Vorverkauf für Privat- und Fachbesucher gestartet   
(01.03.2018, https://glm.io/133076 )
HP Omen X: Schräger Enthusiasten-PC   
(18.08.2016, https://glm.io/122766 )
AOC Q3279VWF: 270 Euro reichen für QHD-Monitor mit 31,5-Zoll-Diagonale   
(25.10.2017, https://glm.io/130817 )
Grafikschnittstelle: Vulkan 1.1 unterstützt DRM und Multi-GPU   
(08.03.2018, https://glm.io/133208 )
Oculus Rift: Zertifikat legt virtuelle Realität lahm   
(08.03.2018, https://glm.io/133213 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/