Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/united-airlines-bug-bounty-programm-19-jaehriger-hacker-ist-meilenmillionaer-1608-122595.html    Veröffentlicht: 09.08.2016 14:07    Kurz-URL: https://glm.io/122595

United Airlines Bug-Bounty-Programm

19-jähriger Hacker ist Meilenmillionär

Das Bug-Bounty-Programm von United wird offenbar viel genutzt: Ein niederländischer Hacker konnte sich über eine enorme Flugmeilenauszahlung freuen. Er nutzt sie zur Weiterbildung - und nimmt an Sicherheitskonferenzen teil.

Ein 19-jähriger Niederländer ist dank des Bug-Bounty-Programms von United Airlines Meilenmillionär. Das Unternehmen startete das Programm zum Auffinden von Schwachstellen im vergangenen Jahr, zahlt aber statt Bargeld nur mit Flugmeilen.

Der Niederländer Oliver Beg hat insgesamt 20 Sicherheitslücken an das Unternehmen gemeldet und dafür den Gesamtbetrag von rund einer Million Meilen bekommen. Für die schwerwiegendste Lücke hat er nach Angaben des Sicherheitsforschers Graham Cluley 250.000 Meilen erhalten. Details zu den gefundenen Schwachstellen gibt es bislang nicht, aber nach den Bedingungen des Programms müssen für 250.000 Meilen Authentifizierungsmechanismen umgangen werden.

Für eine Remote-Code-Execution gibt es eine Million Meilen

Wer eine Remote-Code-Execution innerhalb des Online-Auftritts von United erreicht, kann sogar bis zu eine Million Meilen auf einmal bekommen. Für die Teilnahme an dem Programm gibt es eine Reihe von Regeln. Hacker dürfen nur innerhalb der Webseite und in den Buchungssystemen des Unternehmens nach Schwachstellen suchen. Die Software von Flugzeugen ist demnach ausgeschlossen.

Beg nutzte die Meilen offenbar, um an den beiden Sicherheitskonferenzen Blackhat und Defcon in Las Vegas teilzunehmen. Ganz kostenfrei war der Flug aber wohl nicht: Der Hacker gab an, dass er 5 US-Dollar an Flughafensteuer zahlen musste. Eine größere Rechnung könnte in seiner Heimat auf ihn warten. Denn in einigen Jurisdiktionen müssen Meilen als geldwerter Vorteil versteuert werden. In den USA käme so eine Rechnung von immerhin 20.000 US-Dollar zusammen, wie der Nutzer Win Remes auf Twitter schrieb.  (hg)


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