Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/rio-2016-keine-gifs-und-vines-von-den-olympischen-spielen-1608-122532.html    Veröffentlicht: 05.08.2016 10:44    Kurz-URL: https://glm.io/122532

Rio 2016

Keine Gifs und Vines von den Olympischen Spielen

Nicht nur bei Hashtags, auch bei Videoschnipseln gibt das Olympische Komitee harte Regeln vor: Sogar Gifs und Vines, in denen Bildmaterial der Spiele in Rio vorkommt, sind untersagt. Das schließt alle Bild- und Tonaufnahmen mit Bezug zu den Spielen ein - egal, von welcher Quelle das Material kommt.

Dass die Regeln bezüglich der Verwendung des Bildmaterials der Olympischen Spiele streng sind, ist bekannt; bei den Spielen in Rio de Janeiro weitet das Internationale Olympische Komitee (IOC) diese Regeln aber explizit und weitreichend auf neue Medien aus. So darf kein Material mit Bezug auf die Spiele in Gifs oder Vines, also kurzen Videoschnipseln, verwendet werden.

Keine Gifs erlaubt

Techcrunch hat diesen Passus in den ausführlichen Regeln für die Übertragung der Olympischen Spiele gefunden. Darin heißt es im Abschnitt "Internet und mobile Plattformen": "Zusätzlich ist die Verwendung von olympischem Material ausdrücklich verboten, das in grafisch animierte Formate wie animierte Gifs, GFY, WebM oder kurze Videoformate wie Vines und andere umgewandelt wird".

Als "olympisches Material" definiert das IOC alle Bilder und Tonübertragungen, die bei einem olympischen Ereignis aufgezeichnet werden oder Bezug zu den Spielen haben. Die Quelle spielt dabei keine Rolle, auch nicht, wo und wann die Bilder ausgestrahlt wurden. Demnach wäre etwa ein privat geteiltes animiertes Gif eines schönen Tores beim olympischen Fußballturnier ein Verstoß gegen die Übertragungsregeln.

Verwendung des Hashtags #Rio2016 ist auch geregelt

Ebenfalls untersagt hat das IOC Übertragungen mit Streamingdiensten wie Meerkat oder Periscope. Das Komitee hatte sich im Vorfeld der diesjährigen Olympischen Spiele bereits unbeliebt gemacht, indem es sämtlichen Unternehmen die Verwendung des Hashtags #Rio2016 untersagt hatte, sofern sie nicht offizieller Unterstützer der Spiele sind.  (tk)


Verwandte Artikel:
Blizzard: Overwatch spielt Rocket League   
(03.08.2016, https://glm.io/122491 )
Spielebranche: Olympia-Chef Thomas Bach will keinen gewalthaltigen E-Sport   
(30.08.2017, https://glm.io/129754 )
Olympische Spiele: Organisatoren von Paris 2024 sind offen für E-Sport   
(09.08.2017, https://glm.io/129399 )
Pyeongchang: Olympic Destroyer ist eine lernende Malware   
(14.02.2018, https://glm.io/132772 )
Olympia: Kann der Hashtag #Rio2016 verboten werden?   
(29.07.2016, https://glm.io/122425 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/