Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/relativity-space-raketenbau-ohne-menschen-1607-122226.html    Veröffentlicht: 20.07.2016 10:54    Kurz-URL: https://glm.io/122226

Relativity Space

Raketenbau ohne Menschen

Um Raketen billiger zu machen, will ein Startup aus Kalifornien jetzt die Menschen einsparen und die Produktion der Raketen automatisieren. Dafür sucht es dringend ... nach Personal.

Die Firma Relativity Space ist eines der neuen Startups in der privaten Raumfahrtszene. Das Ziel der Firma ist es, Raketen ohne menschliche Arbeit zu bauen. Die Firma hat bereits knapp 10 Millionen US Dollar an Startkapital gesammelt und ist auf der Suche nach Mitarbeitern für den Entwurf der Rakete und der Produktionsanlagen.

Nach Recherchen von Geekwire sind die Gründer zwei Ingenieure, die zuvor in der Triebwerksentwicklung für SpaceX und Blue Origin gearbeitet haben. Blue Origin ist die private Raumfahrtfirma des Amazon-Gründers Jeff Bezos. Bei der Entwicklung neuer Triebwerke werden immer häufiger 3D-Druckverfahren eingesetzt. Komplexe Bauteile wie die Brennkammern von kleineren Raketentriebwerken wie das Super Draco von SpaceX oder das Rutherford-Triebwerk von Rocketlabs werden inzwischen komplett im Sinterverfahren gedruckt.

Details über das Vorhaben gibt die Firma noch nicht bekannt. Aus den Stellenanzeigen lässt sich aber schließen, dass derzeit schlicht noch kein vollständiges Konzept existiert. Es ist anzunehmen, dass die Firma zunächst eine kleinere Rakete entwickeln wird und somit Teil einer wachsenden Investitionsblase wird, die auf steigende Nachfrage für kleine Trägerraketen zum Start von Mikro- und Nanosatelliten im Bereich von etwa 100 Kilogramm und weniger hofft.

Relativity Space wäre dann eine von dutzenden Firmen, die Konzepte für solche Raketen vorgelegt haben. Bisher hat noch keine dieser neuen Firmen eine Rakete gestartet. Die neuseeländische Firma Rocketlabs hat aber bereits alle Teile ihrer Rakete qualifiziert und plant den ersten Start ihrer Electron-Rakete noch in diesem Jahr. Zusammen mit Firefly Space gehört sie zu den vielversprechenderen Kandidaten dafür, nach dem unvermeidlichen Platzen der Blase noch zu existieren.  (fwp)


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