Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/fair-use-policy-von-number26-fuenf-abhebungen-im-monat-muessen-reichen-1607-121983.html    Veröffentlicht: 07.07.2016 15:40    Kurz-URL: https://glm.io/121983

Fair-use-Policy von Number26

Fünf Abhebungen im Monat müssen reichen

Wie oft darf bei einem kostenfreien Konto Geld abgehoben werden? Number26 hat Kriterien veröffentlicht, mit denen mehr Transparenz hergestellt werden soll. Zuvor war zahlreichen Nutzern gekündigt worden.

Nach Auseinandersetzungen um Kontokündigungen bei Number26 will das Unternehmen mit einer neuen Fair-use-Policy für Klarheit sorgen. Das Unternehmen hat heute die Kriterien veröffentlicht, nach denen Nutzer kostenfrei Geld abheben können.

In den ersten drei Monaten sollen Kunden generell fünf kostenfreie Abhebungen pro Monat an Geldautomaten durchführen können. Wer sein Number26-Konto als Gehaltskonto verwendet oder in den vergangenen Monaten mindestens 1.000 Euro Gutschrift bekommen hat, darf ebenfalls fünfmal ohne Zuzahlung an den Automaten. Auch Nutzer, die jünger als 26 Jahre sind, bekommen dieses Kontingent. Wer die Bedingungen erfüllt, soll das Kontingent automatisch gutgeschrieben bekommen.

Alle anderen dürfen nur dreimal kostenfrei abheben

Wer nach den ersten drei Monaten Mitgliedschaft bei Number26 keines der Kriterien erfüllt, darf nur dreimal kostenfrei Geld abheben. Alle weiteren Abhebungen kosten dann jeweils 2 Euro Gebühr. Wer sich dem Limit nähert, bekommt eine Pushnachricht durch die Nummer26-App, im Dashboard wird außerdem immer der aktuelle Stand angezeigt. Immer kostenfrei Geld abheben können Nutzer mit dem Cash26-Programm bei Einzelhändlern wie Rewe, Penny oder Real - an insgesamt 6.000 Stellen in Deutschland. Einen Mindesteinkaufswert gibt es nicht.

Number26 hat die Policy nach eigenen Angaben auf Basis einer repräsentativen Umfrage mit 1.000 Nutzern erarbeitet. Bei den Gebühren für Abhebungen konnten die Kunden aus den Optionen: "Gebühr für jede Abhebung", "Grundgebühr für jeden" oder "Limit für kostenlose Abhebungen, danach Gebühr für jede Abhebung" auswählen. 84 Prozent der Nutzer sollen sich für die letzte Option entschieden haben. Wer seine Karte verliert, muss 10 Euro für eine neue bezahlen. Angeblich ist die Quote für Ersatzkartenbestellungen "überdurchschnittlich hoch".

Die Änderungen treten zum 7. September 2016 in Kraft.  (hg)


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