Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/rise-of-the-tomb-raider-kopierschutzsystem-denuvo-angeblich-geknackt-1607-121952.html    Veröffentlicht: 06.07.2016 11:26    Kurz-URL: https://glm.io/121952

Rise of the Tomb Raider

Kopierschutzsystem Denuvo angeblich geknackt

Das Kopierschutzsystem Denuvo galt bislang als nicht knackbar. Russische Hacker sagen nun allerdings, dass sie die PC-Version von Rise of the Tomb Raider gecrackt haben. Ein Vertreter von Denuvo hält das für möglich - aber nicht für allzu schlimm.

Russische Hacker rund um eine Gruppe namens Reloaded haben bei der PC-Version von Rise of the Tomb Raider angeblich das Kopierschutzsystem Denuvo geknackt. Sie belegen das unter anderem mit einem Video und mit Bildern, so Torrentfreak.com. Beides könne laut der Seite gefälscht sein, sehr wahrscheinlich sei das aber nicht. Unklar ist, ob das Spiel - wenn überhaupt - vollständig nutzbar ist oder nur bis zu einem gewissen Punkt, an dem etwa eine erneute Abfrage erfolgt. Im Netz sind bislang keine Cracks von Rise of the Tomb Raider aufgetaucht.

Bislang gilt Denuvo als sicher. Das System ist kein klassischer Kopierschutz, der etwa das Vervielfältigen der Disc verhindern soll. Stattdessen soll die Software - der österreichische Hersteller spricht von "Anti-Tamper"-Software - verhindern, dass etwa die Online-DRM-Systeme von Steam und Origin umgangen werden.

Im Gespräch mit Pcgamesn.com sagt Thomas Goebl, Vertriebschef von Denuvo, dass seine Firma nie gesagt habe, Denuvo sei nicht zu knacken - sondern dass es sehr schwierig sei. "Für uns ist es wichtig, ein Spiel während des ersten Abverkaufs zu schützen, was zuletzt veröffentlichten Titeln gelungen ist", so Goebl.

Denuvo gilt als relativ teuer, in letzter Zeit kam es unter anderem bei Just Cause 3 und Doom zum Einsatz. Anfang 2016 hatte eine aus Asien stammende, berühmt-berüchtigte Cracker-Gruppe mit der Aussage für Aufmerksamkeit gesorgt, wegen Denuvo beim Cracken von Just Cause 3 zum ersten Mal überhaupt vor der Aufgabe zu stehen.  (ps)


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