Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/gamigo-entlassungen-nach-der-uebernahme-von-aeria-games-1607-121899.html    Veröffentlicht: 04.07.2016 10:00    Kurz-URL: https://glm.io/121899

Gamigo

Entlassungen nach der Übernahme von Aeria Games

Nur wenige Wochen, nachdem ProSiebenSat.1 seine Spielefirma Aeria Games an Gamigo (Fiesta Online, Dragon's Prophet) verkauft hat, kommt es zu Entlassungen in größerem Umfang - rund 100 Mitarbeiter verlieren ihren Job.

Vor einigen Jahren war der Fernsehsender ProSiebenSat 1 mit seinem Games-Ableger sehr präsent in der Öffentlichkeit. Besonders nachhaltig lief das Geschäft offenbar nicht. Nach dem Verkauf verliert ein Großteil der ehemaligen Mitarbeiter nun den Job. Im Detail: Ende Mai 2016 hat der Hamburger Publisher Gamigo (Fiesta Online, Dragon's Prophet) den Konkurrenten Aeria Games akquiriert, der bis zu diesem Zeitpunkt vollständig zu ProSiebenSat.1 gehört hat - inklusive der Mitarbeiter der früheren ProSieben Games. Die Firmen selbst haben bei dem Geschäft von einer "strategischen Zusammenführung" gesprochen.

Schon in der Pressemitteilung zu dem Deal war von davon die Rede, dass man gemeinsam "substantielle Synergie-Potenziale erschließen" wolle. Nun ist klar, was damit gemeint war: Rund 100 Angestellte von Aeria Games in Berlin verlieren ihre Stelle. Unter anderem soll das komplette Marketing-Team betroffen sein, so Gamesmarkt.de. Der Schritt sei laut Gamigo nötig, "um in dem schwierigen und von internationalem Wettbewerb geprägten Games-Markt die Weichen auf Wachstum und Profitabilität zu stellen."

ProSiebenSat.1 war Ende Mai 2016 zu einem Drittel an Gamigo beteiligt. Der Werdegang aller beteiligten Firmen ist von vielen Kurswechseln geprägt. Aeria war 2006 in den USA gegründet worden, hatte 2008 eine Niederlassung in Berlin gründet und wurde Anfang 2014 für rund 40 Millionen Euro vollständig von ProSiebenSat.1 gekauft. Der TV-Sender bezeichnete sich nach der Akquisition selbst als drittgrößter Spielepublisher in Europa. Gamigo hatte eine Zeitlang zum Axel Springer Verlag gehört, der seine Anteile im Jahr 2012 aber an eine Investorengruppe namens Samarion verkauft hatte.  (ps)


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