Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/brexit-nordrhein-westfalen-wirbt-um-vodafone-konzernzentrale-1606-121837.html    Veröffentlicht: 30.06.2016 10:03    Kurz-URL: https://glm.io/121837

Brexit

Nordrhein-Westfalen wirbt um Vodafone-Konzernzentrale

Das Bundesland Nordrhein-Westfalen rollt Vodafone den "roten Teppich aus", falls der Konzern wegen des Brexit-Votums seinen Konzernsitz in London aufgibt. Düsseldorf sei "ein idealer Standort mitten im europäischen Binnenmarkt. Welcome", wirbt Minister Duin.

Das Bundesland Nordrhein-Westfalen wirbt um den Zuzug der Konzernzentrale von Vodafone. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) unter Berufung auf Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD). In Düsseldorf ist bereits der Sitz von Vodafone Deutschland.

"In Nordrhein-Westfalen rollen wir für weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieses eng mit unserem Land verbundenen Unternehmens gerne den roten Teppich aus", sagte Duin der F.A.Z. "Düsseldorf ist seit langem Sitz der größten Landesgesellschaft im weltweiten Vodafone-Verbund und ein idealer Standort mitten im europäischen Binnenmarkt. Welcome."

13.000 Beschäftigte in Großbritannien

Nach dem Brexit-Votum prüft Vodafone eine Verlegung der Konzernzentrale von Großbritannien in ein anderes Land. Das hatte der Mobilfunkkonzern mehreren Medien des Landes mitgeteilt. Der Mobilfunkkonzern hat über 13.000 Beschäftigte in Großbritannien. Der Konzernsitz ist in London, der Sitz des Landesgeschäfts Vodafones in Newbury.

Die Freizügigkeit von Bürgern, Kapital und Gütern sei entscheidend für jedes paneuropäische Unternehmen. Die Mitgliedschaft Großbritanniens in der Europäischen Union, "einzelne Rechtsrahmen, die alle Mitgliedsstaaten umfassen, und der digitale Binnenmarkt" seien wichtige Faktoren für das Wachstum des Konzerns. Es sei unklar, ob diese Attribute bestehen blieben, wenn der Austritt aus der EU vollzogen sei. Noch sei es zu früh, sich zum langfristigen Standort des Hauptsitzes festzulegen, aber es werde entschieden, "was auch immer zweckmäßig für Kunden, Aktionäre und Beschäftigte" sei.

In einem ersten Schritt würden in Brüssel die regulatorischen und Public- Policy-Aktivitäten Vodafones gestärkt, um sicherzustellen, dass die Interessen des Konzerns weiterhin in der EU repräsentiert seien. =======  (asa)


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