Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/weltraumteleskop-nasa-verlaengert-hubble-mission-1606-121768.html    Veröffentlicht: 27.06.2016 11:27    Kurz-URL: https://glm.io/121768

Weltraumteleskop

Nasa verlängert Hubble-Mission

Das Weltraumteleskop Hubble schaut noch ein Weilchen länger in die Sterne: Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat die Mission um fünf Jahre verlängert. Es wird einige Jahre lang zusammen mit seinem Nachfolger im Einsatz sein. Darauf freuen sich die Wissenschaftler.

Das Weltraumteleskop Hubble wird noch fünf Jahre länger ins All schauen: Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) hat die Hubble-Mission verlängert.

Das Weltraumteleskop soll bis Mitte 2021 im Einsatz bleiben. Spannend wird es im Jahr 2018: Dann wird das James-Webb-Weltraumteleskop (James Webb Space Telescope, JWST) ins All geschossen. Das JWST soll der Nachfolger von Hubble werden.

Hubble und Webb schauen anders

Allerdings arbeiten beide Teleskope in verschiedenen Bereichen des Spektrums: Hubble im Bereich des sichtbaren Licht und im ultravioletten Bereich, JWST im infraroten Bereich. Die Forscher können also dann drei Jahre lang Sterne und Galaxien in verschiedenen Spektralbereichen betrachten.

Das eröffne den Forschern zwei voneinander unabhängige Möglichkeiten, das gleiche Material zu analysieren, sagte der Astronom Boris Gänsicke dem britischen Wissenschaftsmagazin New Scientist. Davon versprechen sich die Astronomen neue Erkenntnisse.

Hubbles Hauptspiegel taugte nichts

Das Weltraumteleskop Hubble ist seit April 1990 im Einsatz - das Spaceshuttle Discovery setzte es aus. Anfangs gab es Probleme: Schnell stellte sich heraus, dass der Hauptspiegel einen Fehler hatte und deshalb unbrauchbare Bilder lieferte. Eine Spaceshuttle-Besatzung reparierte das Teleskop 1993, seither ist Hubble, das nach dem Astronomen Edwin Hubble benannt ist, im Einsatz.

Noch vier Mal wurde Hubble von Besatzungen eines Spaceshuttles gewartet, zuletzt im Jahr 2009. Hubble wird voraussichtlich bis Mitte der 2020er Jahre in der Erdumlaufbahn bleiben. Das Teleskop verliert ständig an Höhe. Da es keinen Antrieb hat, um den Orbit wieder anzuheben, wird es irgendwann in die Erdatmosphäre eintreten und verglühen.  (wp)


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