Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/glasfaser-koaxial-primacom-setzt-in-einer-kreisstadt-weitgehend-auf-glasfaser-1606-121435.html    Veröffentlicht: 10.06.2016 12:00    Kurz-URL: https://glm.io/121435

Glasfaser/Koaxial

Primacom setzt in einer Kreisstadt weitgehend auf Glasfaser

Primacom setzt bei der Versorgung von 2.500 Haushalten mit IT-Kabelnetz in einer Kreisstadt auf bestehende Glasfaser. Auf den letzten Metern wird Koaxialkabel genutzt. Doch die Kunden kriegen nur 200 MBit/s.

Primacom baut sein Netz in Schwarzenberg mit Glasfaser aus. Das gab der Kabelnetzbetreiber, der zur Tele-Columbus-Gruppe gehört, am 10. Juni 2016 bekannt. Bis Ende Juli sollen Ausbau- und Modernisierungsarbeiten für rund 2.500 Haushalte im Netz abgeschlossen sein. Die Glasfaserstruktur liegt schon großflächig in Schwarzenberg, auf den letzten Metern werden Koaxialkabel eingesetzt.

Schwarzenberg ist eine Kreisstadt im sächsischen Erzgebirge. Die Schwarzenberger Wohnungswirtschaft hat ihren Vertrag mit der Primacom verlängert. Für die Aufrüstung des Netzes investiert Primacom insgesamt zwischen 1 und 2 Millionen Euro.

Im Zuge der Umbaumaßnahmen werden die Haushalte mit einer neuen Multimediadose versorgt, wofür Handwerker ins Haus kommen.

Bei der angebotenen Datenrate ist Primacom dann wieder sehr vorsichtig, obwohl von einem "Giga-Netz" gesprochen wird: Nach Abschluss der Arbeiten können die Bewohner der versorgten Haushalte mit Geschwindigkeiten von bis zu 200 MBit/s das Internet nutzen, dazu ist eine Flatrate ins deutsche Festnetz und ein Paket von TV- und Radiosendern verfügbar.

Primacom will auf "über 400 MBit/s beschleunigen". Das hatte Primacom-Chef Joachim Grendel bei dem Branchentreffen Telecommunications Executive Circle in Frankfurt im Mai 2015 erklärt. "Von heute 150 MBit/s werden wir uns in den nächsten Jahren in Richtung 400 bis 500 MBit/s beschleunigen." Mit dem gültigen Standard Docsis 3.0 sind technisch gegenwärtig bis zu 1 GBit/s im Download möglich. Primacom ist in Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Rheinland-Pfalz aktiv.  (asa)


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