Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/thinkpad-x1-tablet-im-test-das-notebookigste-tablet-auf-dem-markt-1606-121347.html    Veröffentlicht: 08.06.2016 12:06    Kurz-URL: https://glm.io/121347

Thinkpad X1 Tablet im Test

Das notebookigste Tablet auf dem Markt

Ein leistungsfähiges Tablet und mit Tastatur ein überzeugendes Notebook: Lenovos Thinkpad X1 Tablet fühlt sich sogar besser an als Microsofts Surface Pro 4 - leidet aber noch mehr am Problem der Konkurrenz echter Notebooks.

Das Thinkpad X1 Tablet von Lenovo ist dank Core-M-Prozessoren und reichlich Arbeitsspeicher ein leistungsfähiges Tablet - und dank mitgelieferter ansteckbarer Tastatur eines der einem echten Notebook ähnlichsten Detachables auf dem Markt. Lenovo liefert die Tastatur beim Kauf im Onlineshop mit, die Nutzung als Laptop-Ersatz ist also vom Hersteller vorgesehen.

Das aufgestellte Tablet mit Tastatur ist merklich stabiler als vergleichbare Geräte wie das Surface Pro 4 von Microsoft oder das Elite X2 von HP. Das liegt hauptsächlich an der Ständerkonstruktion. Wie sich das auf die alltägliche Nutzung auswirkt, haben wir uns im Test angeschaut und dabei auch ausgiebig die Tastatur genutzt.


Leider konnte uns Lenovo für den Test keines der ebenfalls auf der CES angekündigten Zusatzmodule zur Verfügung stellen - das ist schade, da diese für manchen Kunden kaufentscheidend sein könnten. Außerdem teilte der Hersteller uns mit, dass das 3D-Kamera-Modul anders als angekündigt nicht erscheinen wird. Damit bleiben das Productivity-Modul mit Zusatzakku und weiteren Anschlüssen und das Beamer-Modul übrig, die wir in diesem Test jedoch nicht berücksichtigen können.

Unaufdringliches Design

Das Design des auf der Elektronikmesse CES 2016 vorgestellten Tablets ist unaufdringlich: Das Gerät sieht wie die Displayeinheit eines aktuellen Thinkpad-Notebooks aus und verzichtet auf unnötige Schnörkel. Auf der Rückseite befindet sich neben der 8-Megapixel-Kamera mit LED-Fotolicht der Thinkpad-Schriftzug, dessen i-Punkt wie bei den Notebooks rot leuchtet.

Mit einem Gewicht von 755 Gramm wiegt das X1 Tablet knapp 11 Gramm weniger als das Surface Pro 4 mit Core-M3-Prozessor. Wie beim aktuellen Surface hat das Display ein Seitenverhältnis von 3:2. Dadurch ist das Lesen besonders im Hochkantmodus angenehmer als bei einem Tablet im 16:9- oder 16:10-Format. Lenovo hat sich beim X1 Tablet für einen 12-Zoll-Bildschirm entschieden - damit ist das Gerät nur unwesentlich kleiner als das 12,3 Zoll große Surface Pro 4.

12-Zoll-Display mit guter Helligkeit

Der Bildschirm des X1 Tablet ist gelungen, wenngleich auch nicht außergewöhnlich. Das 12 Zoll große IPS-Display hat eine Auflösung von 2.160 x 1.440 Pixeln, was eine Pixeldichte von 216 ppi ergibt. Bildschirminhalte werden scharf dargestellt, auch wenn bei genauem Hinsehen Pixelränder zu erkennen sind. Beim alltäglichen Arbeiten fallen diese aber nicht auf. Das Display ist blickwinkelstabil, die Helligkeit lässt allerdings etwas nach, wenn wir den Bildschirm von der Seite betrachten - dies liegt jedoch noch im vertretbaren Rahmen.


Die Farben und Kontraste des Displays sind ausgewogen. Die Helligkeit ist mit maximal durchschnittlich 341 cd/qm für ein Tablet im guten Bereich. Das Surface 4 Pro schafft allerdings fast 400 cd/qm. Bei direktem Sonnenschein können Displayinhalte noch erkannt werden, die spiegelnde Oberfläche stört allerdings. Hier wäre wenigstens eine matte Schutzfolie praktisch, wie sie Lenovo etwa beim Thinkpad Yoga 260 von Haus aus aufklebt. Beim Yoga 260 verschlechtert sich die Touch-Eingabe dadurch nicht.

Klappständer ist sinnvoller als bei den Surface-Tablets

Die Hälfte der Rückseite nimmt der Klappständer ein. Mit einem Schiebeschalter wird der Verschluss geöffnet, anschließend kann der Ständer aufgeklappt werden. Wie eingangs erwähnt, öffnet er sich nach unten, nicht wie beim Surface nach oben. Das hat den Vorteil, dass eine durchgängige Standfläche entsteht.

Das ist besonders auf unebenen Oberflächen praktisch: So kann das X1 Tablet etwa zusammen mit der Tastatur bequem auf dem Schoß genutzt werden; da die Unterseite der Tastatur komplett gummiert ist, rutscht hier nichts. Der Ständer liegt plan auf den Knien auf und rutscht nicht wie beim Surface ab. Er ist stufenlos verstellbar, weshalb Nutzer den Betrachtungswinkel in nahezu jede gewünschte Position einstellen können. Der maximale Öffnungswinkel liegt bei 90 Grad.

Unter dem Ständer befinden sich die Einschübe für eine Micro-SD-Karte und - falls das Modell diese unterstützt - eine SIM-Karte. Besonders den SIM-Karten-Steckplatz finden wir etwas fitzelig, die Karte bekommen wir nur mit einem Pieker als Hilfsmittel hinein und wieder heraus.

Wirklich interessant wird das X1 Tablet durch die mitgelieferte QWERTZ-Tastatur.

Tastatur wie bei einem Notebook

Die Tastatur für das X1 Tablet ist eine der besten, die wir bei einem Detachable gesehen haben. Sie wird angesteckt und von Magneten gehalten; die Verbindung und Stromversorgung erfolgen durch Metallkontakte. Die Tastatur entspricht einem vollwertigen Keyboard, wie es auch bei den aktuellen Thinkpad-Notebooks zum Einsatz kommt. Sowohl von den Dimensionen als auch von der Tastenbestückung her ist sie identisch mit der des Thinkpad Yoga 260 oder des Thinkpad X1 Carbon v4. Sie wiegt knapp 300 Gramm, zusammen mit dem Tablet kommt das Gerät also auf ein Gewicht von 1,05 Kilogramm.


Das Tippgefühl ist angenehm: Bei der Größe der Tastatur müssen Laptop-Nutzer sich nicht umgewöhnen. Der Hubweg der Tasten ist zwar kürzer als bei aktuellen Thinkpad-Notebooks und etwas schwammiger, aber insgesamt für ein Detachable sehr gut - und besser als die des Surface Pro 4. Die Tasten sind, anders als bei den Thinkpad-Notebooks, nicht konkav, sondern haben eine plane Oberfläche.

Tastatur biegt kaum durch und ist leise

Die Tastatur kann wie bei einem Surface mit Hilfe einer magnetischen Leiste leicht angekippt am Tablet befestigt werden. Eine schräg angebrachte Tastatur empfinden manche Nutzer als angenehmer als eine gerade, Microsoft verwendet dieses System auch bei seinen Surface-Tablets. Die Tastatur des X1 Tablets biegt sich allerdings weitaus weniger durch als bei diesen, weshalb das Tippgefühl auch in Schräglage angenehmer ist als bei den Microsoft-Geräten.

Flach auf den Tisch gelegt ist die Tastatur beim Tippen um einiges leiser als in Schrägstellung. Dann hören Umstehende fast nur die Leertaste - anders als etwa bei den Tastaturen der beiden iPad-Pro-Tablets, die einen wesentlich höheren Geräuschpegel verursachen.

Die Tastatur des X1 Tablets hat neben einem gut reagierenden, klickbaren Touchpad auch einen Trackpoint, wie ihn Nutzer von Thinkpads gewohnt sind - ungewöhnlich für Detachables mit ansteckbarer Tastatur. Der in der Tastatur verbaute Trackpoint ist recht flach, über dem Touchpad liegen die bekannten drei Hardwaretasten für die linke und rechte Maustaste und für die Scroll-Funktion.

Trackpoint reagiert etwas anders als bei Notebooks

Wie bei den aktuellen Thinkpad-Laptops lässt sich das Touchpad in den Mauseinstellungen umfangreich konfigurieren. Für den Trackpoint gilt das hingegen nicht, die Druckempfindlichkeit lässt sich nicht einstellen. Dadurch reagiert der Mauszeiger unter Umständen anders als auf einem Thinkpad-Laptop - gewöhnungsbedürftig, aber kein Ausschlusskriterium.

Insgesamt sind wir von der Tastatur des X1 Tablets begeistert. Ist das Keyboard an das Tablet angeschlossen, erinnert uns nur noch wenig daran, dass es sich nicht um einen echten Laptop handelt. Das liegt vor allem am guten Tippgefühl, dem guten Touchpad sowie dem Trackpoint, auch wenn dieser nicht ganz so feinfühlig reagiert wie der eines Thinkpad-Notebooks. Dieser Test wurde komplett auf dem X1 Tablet getippt, ohne dass wir einen Kritikpunkt an der Tastatur finden konnten.

Als weitere Eingabemöglichkeit bietet Lenovo in seinem deutschen Onlineshop für einen Aufpreis von 30 Euro einen Digitizer an. Diese Investition lohnt sich durchaus.

Stift mit verschiedenen Befestigungsmöglichkeiten

Der Digitizer ist so groß wie ein herkömmlicher Kugelschreiber und hat zwei Schaltflächen. Anders als etwa beim Thinkpad Yoga 260 lässt sich der Stift aufgrund der engeren Platzverhältnisse des X1 Tablets nicht im Gehäuse unterbringen - er ließe sich hier also auch nicht aufladen. Daher müssen Nutzer eine AAA-Batterie in den Stift einlegen.


Der Stift arbeitet genau genug, um auch damit zeichnen zu können. Anders als beim Apple Pencil des iPad Pro beginnt seine Erfassungsfläche aber nicht direkt am Rand des Displays; wie bei vielen anderen Geräten gibt es eine kleine Pufferzone am Rand, die der Stylus nicht erreicht.

Mit WriteIt hat Lenovo auch beim X1 Tablet eine Software installiert, die es dem Nutzer ermöglicht, Textfelder in zahlreichen Anwendungen handschriftlich auszufüllen, ohne die Handschriftenerkennung der Windows-Bildschirmtastatur verwenden zu müssen. Auch können Notizen etwa über Internetseiten direkt angefertigt und abgespeichert werden.

Verschiedene Möglichkeiten der Stylus-Befestigung

Lenovo bietet Nutzern des X1 Tablets zwei Möglichkeiten, den Stift am Gerät zu befestigen. Zum einen gibt es eine Halterung, die in den USB-Anschluss gesteckt werden kann. Hier kann der Stift eingeschoben werden. Liegt das Tablet flach auf dem Tisch, kann der Stylus ebenfalls vertikal eingestellt werden. Die zweite Möglichkeit ist eine Befestigung an der Tastatur: Hierfür wird am rechten Rand ein Einschub geöffnet, in den eine flexible Stoffschlaufe gesteckt wird. Beide Lösungen sind weniger schön als ein Steckplatz im Gerät selbst, bei der Größe des Tablets aber kaum anders zu realisieren.

Uns gefällt die Schlaufe an der Tastatur besser, einfach weil damit nicht der einzige Standard-USB-Anschluss belegt wird. Dieser unterstützt USB 3.0; daneben befindet sich ein USB-Typ-C-Anschluss, der unter anderem der Stromversorgung des Tablets dient. Allerdings lassen sich hier auch externe Speichergeräte anschließen - im Grunde hat das Tablet also von Hause aus bereits zwei Anschlüsse.

Fingerabdrucksensor und 8-Megapixel-Kamera

Ansonsten hat es nur noch einen Mini-Display-Port für 4K-UHD bei 60 Hz, um Bildschirminhalte auf einen externen Monitor zu übertragen. Auf der Vorderseite ist noch ein Fingerabdrucksensor eingebaut, der tatsächlich nur dem Auslesen von Fingerabdrücken dient. Als Windows-Taste ist er nicht zu gebrauchen, diese fehlt beim X1 Tablet komplett. Die Kamera auf der Rückseite hat 8 Megapixel, Autofokus und ein LED-Fotolicht und reicht damit für Schnappschüsse aus. Die Frontkamera hat 2 Megapixel.

Die restliche Hardware ist hochwertig - einzig bei den SSDs müssen Nutzer bei den weniger teuren Modellvarianten mit nur durchschnittlichen Komponenten leben.

Core-M-Prozessor und nicht besonders schnelle SSD

Die Prozessorausstattung des X1 Tablets ist aktuell und auf ein lüfterloses Design ausgelegt. Im Inneren des Tablets steckt Intels Core-M-SoCs mit Skylake-Technik - wahlweise ein Core M5 (6Y54) oder ein Core M7 (6Y75). Ein Modell mit Core-M3-Prozessor gibt es nicht. Der Core M5 taktet auf 1,1 GHz, der Core M7 auf 1,2 GHz. Mit den Core-M-Prozessoren hat sich Lenovo für die verglichen mit den Core-i-SoCs weniger leistungsstarken Chips entschieden, dafür hat das X1 Tablet keinen Lüfter.


Der Arbeitsspeicher ist - je nach gewähltem Modell - 8 oder 16 GByte groß. Bei der SSD handelt es sich um eine Lite-On L8H 256V2G mit 256 GByte Speicher. Die Lesegeschwindigkeit liegt in unseren Tests bei maximal 551 MByte/s, die Schreibgeschwindigkeit bei maximal 291 MByte/s. Die SSD ist technisch im unteren Marktsegment angesiedelt, zudem hat sie einen günstigen Silicon-Motion-Controller - schade, dass Lenovo bei einem derart teuren Detachable in diesem Punkt nicht etwas bessere Technik verbaut. Die von uns getestete günstige Variante des X1 Tablets kostet bei Lenovo immerhin 1.440 Euro.

Als WLAN-Adapter kommt Intels recht neuer 8260-Chip zum Einsatz, der WLAN nach 802.11ac 2x2 unterstützt. Bluetooth läuft in der Version 4.2. Für die Verschlüsselung von Daten ist ein dTPM-Koprozessor verbaut sowie eine Software-TPM-Lösung installiert.

Core-M-Prozessoren reichen für die meisten Anwendungen aus

In der alltäglichen Nutzung reagiert das X1 Tablet zügig auf Eingaben, Programme starten schnell. Mit dem Core-M-Prozessor lassen sich durchaus auch rechenintensive Anwendungen wie Lightroom oder Photoshop nutzen, mitunter gibt es hier aber schon Wartezeiten. Bei kreativen Anwendungen kommt dem X1 Tablet der Eingabestift zugute, mit dem sich beispielsweise Fotos hervorragend bearbeiten lassen.

Wer das X1 nur als Tablet nutzen will, ist mit der Prozessor- und Speicherausstattung auf jeden Fall bestens bedient; aber auch als Laptop eignet sich die Hardware für die meisten Einsatzzwecke. Kritisch wird es bei sehr fordernden Programmen wie beispielsweise aus dem CAD-Bereich oder beim Videoschnitt, bei denen Nutzer entsprechend Zeit aufbringen müssen.

Durchschnittlich gute Akkulaufzeit für ein Detachable

Im Powermark-Akkutest erreicht das Thinkpad X1 Tablet bei einer Bildschirmhelligkeit von 150 cd/qm eine Laufzeit von 5 Stunden und 49 Minuten bei einer verbleibenden Restladung von 15 Prozent. Für ein Detachable mit dieser Displaygröße ist das ein normaler Wert - das Surface Pro 4 schafft im Vergleich mit 6 Stunden und 28 Minuten etwas mehr. Der Akku des X1 Tablets hat eine Kapazität von 37 Wh, das Netzteil hat 45 Watt und wird in den USB-Type-C-Anschluss des Tablets gesteckt.

Verfügbarkeit und Fazit

Das Thinkpad X1 Tablet kann im Onlineshop von Lenovo basierend auf unterschiedlichen Grundkonfigurationen selbst zusammengestellt werden. Das günstigste Modell mit einem Core M5, 8 GByte Arbeitsspeicher, einer 128-GByte-Sata-SSD, der ansteckbaren Tastatur und dem Stift kostet 1.440 Euro. Wer den Stift nicht möchte, kann ihn weglassen und 30 Euro sparen. Ein LTE-Modul hat das günstigste Modell nicht. Die SSD lässt sich bis auf 1 TByte samt schneller NVMe-PCIe-Unterstützung vergrößern, dann werden jedoch insgesamt 1.865 Euro fällig.


Das preiswerteste LTE-Modell mit zusätzlichem NFC-Chip kostet 1.690 Euro, hier sind ebenfalls 8 GByte Arbeitsspeicher eingebaut. Die SSD ist 192 GByte groß, mit einer 1-TByte-SSD kostet das Modell 2.065 Euro. Für 1.900 Euro gibt es das X1 Tablet mit Core-M7-Prozessor, 8 GByte RAM und 256 GByte großer SSD.

Die teuerste Variante des X1 Tablet hat einen Core-M7-Prozessor, LTE, NFC und ad-WLAN (WiGig) und kostet mit 16 GByte Arbeitsspeicher und 512-GByte-SSD mit NVMe-PCIe 2.530 Euro. Hier lässt sich noch sparen, indem der Speicher reduziert wird: Wer etwa mit einer 192-GByte-Sata-SSD auskommt, kann um 340 Euro reduzieren.

Fazit

Das Thinkpad X1 Tablet ist dank der Core-M-Prozessoren ein leistungsstarkes Tablet. Noch interessanter finden wir das Gerät, wenn es mit der guten Tastatur in einen Laptop umgewandelt wird. Der Klappständer verleiht der Konstruktion dabei mehr Stabilität auf unebenen Untergründen, als es etwa Microsofts Surface vermag. So kann das Tablet auch bequem auf dem Schoß verwendet werden - wie ein normales Notebook.

Wer das Gerät oft als Notebook-Ersatz nutzen will, sollte angesichts der Preise allerdings noch einmal über einen Kauf nachdenken. Die Preise der X1-Tablet-Varianten liegen über dem, was Käufer bei Lenovo selbst für ein Thinkpad mit leistungsstärkeren Core-i-Prozessoren zahlen.

So kostet das Thinkpad Yoga 260 mit Core-i5-Prozessor (6200U), 8 GByte RAM und 256-GByte-SSD direkt bei Lenovo weniger als die günstigste Version des X1 Tablets mit nur 128 GByte großer SSD. Dabei lässt sich das Display des Yoga 260 um 360 Grad nach hinten klappen, was aus dem Notebook quasi auch ein Tablet macht. Damit teilt sich das X1 Tablet ein Grundproblem des Surface Pro 4 - die Konkurrenz "echter" Notebooks, nur dass das Lenovo-Gerät weniger Leistung als das Tablet von Microsoft bietet.

Wer bereit ist, trotzdem für mehr Geld das leistungsschwächere X1 Tablet zu kaufen, könnte dies möglicherweise wegen der Zusatzmodule tun. Richtig überzeugt sind wir von dem Konzept jedoch nicht, auch angesichts der dann entstehenden Mehrkosten. Das Productivity-Modul verleiht dem X1 Tablet mehr Anschlussmöglichkeiten und eine längere Laufzeit - beides gibt es mit Lenovos Core-i-Notebooks bereits von Hause aus. Und wie oft Nutzer das Beamer-Modul brauchen, ist für uns fraglich.

Alles in allem ist das X1 Tablet ein tolles Gerät mit einer für ein Detachable sehr guten Tastatur, das für unseren Geschmack aktuell schlicht zu teuer ist. Die Konkurrenz kommt dabei aus dem eigenen Haus.  (tk)


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