Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/bayern-kommendes-jahr-schnelles-internet-fuer-jede-gemeinde-1606-121328.html    Veröffentlicht: 06.06.2016 18:43    Kurz-URL: https://glm.io/121328

Bayern

Kommendes Jahr schnelles Internet für jede Gemeinde

In Bayern sollen 14.700 Kilometer Glasfaser verlegt werden, um alle Gemeinden mit schnellen Internetzugängen zu versorgen. Die Ziele für den Ausbau sollen schon im Jahr 2017, nicht erst 2018 erreicht werden. Gefördert wird eine Datenrate von mindestens 50 MBit/s.

Im nächsten Jahr soll jede Gemeinde in Bayern über schnelle Internetzugänge verfügen. Das sagte Finanzminister Markus Söder (CSU) am 6. Juni 2016. Er sei zuversichtlich, dass dies gelingen werde: "Wir sind gut im Zeitplan."

Gegenwärtig hätten 55 Prozent aller Haushalte in ländlichen Gemeinden einen Internetanschluss mit 30 MBit/s. Im Oktober 2013 seien es erst 27 Prozent gewesen.

Rund 95 Prozent aller rund 2000 bayerischen Gemeinden befänden sich inzwischen im Förderverfahren, bei der Hälfte davon sind die Zuschüsse bewilligt. Dazu würden 14.700 Kilometer Glasfaser verlegt, sagte Söder. Heute hätten 14 Gemeinden aus Oberfranken insgesamt rund sechs Millionen Euro Förderung erhalten, erklärte Söder bei der Übergabe der Förderbescheide an die Kommunen. "Ziel sind hochleistungsfähige Breitbandnetze mit Übertragungsraten von mindestens 50 MBit/s." 30 Gemeinden aus Mittelfranken bekamen insgesamt rund 10 Millionen Euro Förderung.

Bayern fördert am stärksten

Die Staatsregierung will bis 2018 bis zu 1,5 Milliarden Euro an Fördergeldern bereitstellen. Hinzu kommen noch bis zu 165 Millionen Euro, um das Förderprogramm des Bundes aufzustocken.

Die Bundesregierung hatte beschlossen, zwei Milliarden Euro in den Breitband-Ausbau zu investieren. Beim bayerischen Programm können Kommunen in strukturschwachen Gebieten mit einem Fördersatz von 80 bis 90 Prozent rechnen. Der Bund gibt dagegen nur 50 Prozent.

"Bayern will bis 2018 ein flächendeckendes Hochgeschwindigkeitsnetz schaffen und das modernste Breitband zum Standard machen", hatte das Finanzministerium des Bundeslandes im Januar 2014 mitgeteilt.  (asa)


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