Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/service-telekom-chef-kuendigt-techniker-termine-am-samstag-an-1605-121103.html    Veröffentlicht: 25.05.2016 16:41    Kurz-URL: https://glm.io/121103

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Telekom-Chef kündigt Techniker-Termine am Samstag an

Technikertermine für DSL-Kunden der Deutsche Telekom sind schwer verfügbar und werden oft abgesagt. Das soll sich jetzt mit Wochenendverfügbarkeit verbessern. Doch es bleibt abzuwarten, ob das die Probleme lösen kann.

Konzernchef Timotheus Höttges hat anlässlich der Hauptversammlung der Deutschen Telekom flexible Technikertermine angekündigt. Er erklärte am 25. Mai 2016: "Viele Kunden ärgert, dass sie sich für einen Termin mit der Telekom extra freinehmen müssen. Wir lösen das, indem wir künftig viel mehr Termine samstags anbieten. Gleichzeitig entlasten wir damit die Wochentage und schaffen auch von Montag bis Freitag mehr Auswahl. Dafür brauchen wir flexiblere Arbeitszeiten. Und wir sind optimistisch, dass unser Sozialpartner hier mitzieht."

Beim Kundenservice erfülle die Telekom die eigenen Ansprüche noch nicht, räumte Höttges ein. DSL-Kunden müssten weiter lange auf einen neuen Internet- und Telefonanschluss warten, berichtete die Stiftung Warentest im Oktober 2014, die 30 Testhaushalte überprüft hatte. Im Schnitt musste damals mehr als rund fünf Wochen auf einen DSL-Anschluss gewartet werden, bei einigen Testern mussten mehr als zehn Wochen Wartezeit hingenommen werden.

Techniker sagen vereinbarte Termine ab

Der wichtigste Grund für die langen Wartezeiten seien Techniker, die vereinbarte Termine absagten. Von 38 geplanten Terminen blieb die Hälfte ohne Erfolg oder fand erst gar nicht statt. Bei der Deutschen Telekom kamen vier von sieben geplanten Technikerterminen nicht zustande.

Laut einem Bericht vom August 2014 verlängerte sich die Dauer der Wechsel eines Telekommunikationsanbieters in Deutschland. So gingen von Juli 2013 bis Juni 2014 bei der Bundesnetzagentur 25.361 Beschwerden von Kunden ein, weil der Anbieterwechsel nicht problemlos verlaufen sei. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg die Zahl damit stark an.

Die Bundesnetzagentur hatte erklärt, dass die Telekom nicht allein schuld daran sei, wenn der Wechsel wochenlang dauert. Behördensprecherin Anja Klammer sagte Golem.de, dass "sämtliche am Markt tätigen Unternehmen zu der Gesamtbeschwerdezahl im Bereich des Anbieterwechsels beitragen".  (asa)


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