Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/hewlett-packard-enterprise-it-wird-beim-autorennen-immer-wichtiger-1605-121054.html    Veröffentlicht: 23.05.2016 19:00    Kurz-URL: https://glm.io/121054

Hewlett Packard Enterprise

"IT wird beim Autorennen immer wichtiger"

Hewlett Packard Enterprise hofft, sich bei einem Rennen der Elektroautos auf kommende Anforderungen für E-Mobility und Connected Cars vorbereiten zu können. Wir haben den Technikern bei der Arbeit während des Berlin E-Prix zugesehen.

Der Beitrag der Informationstechnologie zum Sieg bei einem Autorennen wird immer größer. Das sagte Martin Risau, Senior Vice President der Analytics & Data Management Practice bei Hewlett Packard Enterprise (HPE), Golem.de am Rande des Berlin E-Prix. "Strategisch betrachtet ist das auch für Connected Cars wichtig."

Hewlett Packard Enterprise arbeitet mit dem Motorsportteam Virgin Racing zusammen, um alle Daten des Rennens zu analysieren, was der US-Konzern Trek Site Analytics nennt. "Wir wissen, E-Mobility und Connected Cars kommen. Das Lernen in dem Bereich ist uns deshalb wichtig." Es fallen strukturierte Daten aus dem Auto an, etwa Sensordaten, und unstrukturierte, das sind meist Videoaufnahmen. Ausgewertet werden auch Videodaten von Konkurrenten, um zu wissen, welche Batteriereserven sie noch haben. Die Datenmengen aus einem einstündigen Rennen sind für Big Data nicht unbedingt ein großes Volumen. Doch die Vielfalt der Datenquellen sei groß, erklärte Risau.

E-Racing: Jede Rennstrecke ist neu

In der Formel 1 ist die Rennstrecke über Jahre bekannt, beim E-Racing nicht. Alles konzentriere sich auf einen Tag, was die Bedeutung der Datenanalyse ausmache. Für das Team von HPE gelte es, ein optimales Setup für das Auto zu finden. Dafür wird zuerst eine Simulation der Rennstrecke geschaffen. Sie berechnet die optimale Geschwindigkeit und Beschleunigung für das Rennen.

"Doch wenn man ankommt, ist alles etwas anders", sagte Risau. In einer Stadt war beispielsweise eine Kurve statt neun Meter nur sieben Meter weit. Dann gelte es, diese Daten sofort wieder verfügbar zu haben und alles wieder zu optimieren, um zu berechnen, wie schnell die Fahrer auf der Strecke optimalerweise fahren können. Wer beim E-Racing in Führung liegt, aber weniger Energiereserven als seine Verfolger hat, führt möglicherweise nicht wirklich.

In dem Unternehmen Hewlett Packard Enterprise sind seit der Aufspaltung das Servergeschäft, Aruba-WiFi und Networking, die Software mit IT Ops, Big Data, Security und Services zusammengefasst. Zusammen sind dort 200.000 Mitarbeiter tätig.

Zum Einsatz kommen Moonshot-Server mit 22 TByte Speicher und Ausfallsicherung, um bei kurzem Stromausfall weiter arbeiten zu können, was bei Autorennen immer wieder vorkommt. "Zehn Minuten kann der Server weiterlaufen", erklärte Risau. Dazu kommt von Aruba die WiFi-Ausstattung, damit das Team vernetzt ist. Ziel sei es, einem Autofahrer in Zukunft sagen zu können, dass er seine Geschwindigkeit reduzieren muss, um sein Ziel noch mit den verbleibenden Energiereserven zu erreichen.  (asa)


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