Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/geforce-gtx-1070-nvidia-nennt-spezifikationen-der-kleinen-pascal-karte-1605-120951.html    Veröffentlicht: 18.05.2016 10:47    Kurz-URL: https://glm.io/120951

Geforce GTX 1070

Nvidia nennt Spezifikationen der kleinen Pascal-Karte

Weniger Shader-Rechenwerke als erwartet: Nvidias kommende Geforce GTX 1070 mit Pascal-Technik nutzt 1.920 ALUs mit einer Taktrate von 1,6 GHz. Das Speicherinterface ist 256 Bit breit, statt schnellem GDDR5X- wird aber langsamerer GDDR5-Videospeicher angebunden.

Nvidia hat in einer Telefonkonferenz weitere technische Daten zur neuen Geforce GTX 1070 bekanntgegeben - wenn auch nicht alle. Verglichen mit der Geforce GTX 1080 sind deutlich weniger Recheneinheiten aktiv, zudem wird das Speichersubsystem in seiner Geschwindigkeit eingeschränkt.

Technische Basis der Geforce GTX 1070 ist ein GP104-Grafikchip. Anstelle der vollen 2.560 Shader-Rechenwerke wie bei der Geforce GTX 1080 schaltet Nvidia jedoch einzig 1.920 ALUs frei - das sind drei Viertel des Vollausbaus. Die Vorgänger-Grafikkarte Geforce GTX 970 nutzt 1.664 von 2.048 Kernen.

Die Leistung bei einfacher Genauigkeit gab Nvidia für die Geforce GTX 1070 vor einigen Wochen mit 6,5 Teraflops an. Das entspricht umgerechnet einer Taktrate von 1,69 GHz - damit dürfte Nvidia allerdings den maximalen Boost der Grafikkarte meinen. Die neuen Daten nennen als Turbo eine Frequenz von 1,6 GHz und damit vermutlich den durchschnittlichen Boost. Der Basistakt bleibt vorerst offen. Er dürfte sich bei 1,45 bis 1,5 GHz bewegen.

Zum Speichersubsystem äußert sich Nvidia nur eingeschränkt: Die Geforce GTX 1070 ist mit GDDR5- statt mit GDDR5X-Videospeicher ausgerüstet, der Framebuffer sichert 8 GByte an Daten. Das spricht für ein 256-Bit-Interface, seit den falschen Spezifikationen der Geforce GTX 970 sind wir aber skeptisch. Auf Nachfrage betonte Nvidia, keine Einschnitte vorgenommen zu haben.

150 Watt als Typical Board Power

Folgerichtig sollte die Geforce GTX 1070 vollen L2-Cache und 64 Raster-Endstufen haben, was technisch kein Problem darstellt. Die Pixelfüllrate wird aber wie bei Maxwell durch die Anzahl der Shader-Blöcke limitiert, was rechnerisch bei 15 statt 20 SMs die Leistung auf den Durchsatz von 60 ROPs begrenzt. Zum Speichertakt macht Nvidia bisher keine Angaben.

Bei einer Board Power von 150 Watt ist anzunehmen, dass Nvidia GDDR5 mit 8 GBit pro Sekunde und 1,5 Volt Spannung verwendet. Die Karte nutzt einen 8-Pol-Stromanschluss, sie weist einen HDMI-2.0b-Ausgang, drei Displayports 1.4 sowie DL-DVI auf. Der Listenpreis für das Referenzdesign (Founder's Edition) beträgt 450 US-Dollar vor Steuern, was 500 Euro entsprechen dürfte.

Nachtrag vom 18. Mai 2016, 16:40 Uhr

Nvidia hat die Spezifikationen der Geforce GTX 1070 veröffentlicht: Der Basistakt beträgt 1.506 MHz und der durchschnittliche Boost 1.683 MHz. Der GDDR5-Videospeicher läuft mit 8 GBit pro Sekunde, also mit 4 GHz.  (ms)


Verwandte Artikel:
Inno3D P104-100: Hybrid aus GTX 1070 und GTX 1080 berechnet Kryptowährungen   
(14.12.2017, https://glm.io/131666 )
Grafikkarten: Pascal- und Polaris-Modelle ab Sommer   
(12.04.2016, https://glm.io/120279 )
Hardware-Umfrage: 85 Prozent der Steam-Spieler nutzen eine Geforce   
(05.03.2018, https://glm.io/133142 )
Notebook: Lenovo plant Ryzen-Thinkpads und bringt Yoga 730/530   
(26.02.2018, https://glm.io/132985 )
One Elite: Corsairs Mini-PC bekommt einen Core i7-8700K   
(16.02.2018, https://glm.io/132815 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/