Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/atlas-air-worldwide-amazon-verdoppelt-die-groesse-seiner-luftfrachtflotte-1605-120744.html    Veröffentlicht: 06.05.2016 09:15    Kurz-URL: https://glm.io/120744

Atlas Air Worldwide

Amazon verdoppelt die Größe seiner Luftfrachtflotte

Erst hat sich Amazon 20 Luftfrachtflugzeuge verschafft, jetzt wird die Anzahl verdoppelt. Bei zwei Fluggesellschaften hat sich der Internethändler hohe Unternehmensanteile gesichert.

Amazon vergrößert seine neue Luftfrachtflotte stark. Das berichtet die britische Financial Times unter Berufung auf das Unternehmen. Amazon mietete zunächst über sieben Jahre 20 Boeing 767 Luftfrachtjets von Atlas Air Worldwide mit Sitz im US-Bundesstaat New York und verdoppelte diese Zahl nun auf 40. Zudem sicherte sich Amazon eine Option, um 30 Prozent an Atlas Air Worldwide zu einem Festpreis zu kaufen.

Analysten gehen davon aus, dass mit den Flugzeugen Waren zwischen den Versandzentren von Amazon transportiert werden sollen.

"Ich bin ein wenig überrascht über die Anzahl der Flugzeuge", sagte David Vernon, Analyst bei Bernstein, der Financial Times. "Von Null auf 20 zu gehen, war schon eine Menge, und jetzt haben sie verdoppelt. Es scheint, als ob sie eine dringende Notwendigkeit für den beschleunigten Transport von Inventar haben."

Weiterhin die Logistikkapazitäten erhöhen

Amazons Finanzchef Brian Olsavksy hatte bei der Bekanntgabe der Quartalsergebnisse in der vergangenen Woche gesagt, dass der Internethändler weiter in die Logistik investieren werde. "Wir werden weiterhin die Logistikkapazitäten erhöhen, um unsere anderen Träger zu ergänzen", erklärte er. "Hauptgrund ist, dass wir in der Lage sein wollen, eine höhere Geschwindigkeit der Lieferung zu bieten."

Der Vertrag mit Atlas ähnelt Amazons erstem Leasingvertrag im Dezember 2015, bei dem 20 Jets von Air Transport Services Group gemietet wurden, verbunden mit der Möglichkeit, bis zu 20 Prozent des Unternehmens zu erwerben.

Amazon will laut einem Bericht der Seattle Times vom Dezember 2015 seine eigene Luftfrachtlinie aufbauen, weil es anhaltende Probleme mit den Logistikpartnern gebe.  (asa)


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