Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/festnetz-investitionen-der-deutschen-telekom-ins-netz-sinken-1605-120721.html    Veröffentlicht: 04.05.2016 10:53    Kurz-URL: https://glm.io/120721

Festnetz

Investitionen der Deutschen Telekom ins Netz sinken

Wegen Regen konnte die Deutsche Telekom weniger in den Netzausbau investieren. Im Jahresverlauf sollen die Ausgaben aber steigen. Die FTTH-Anschlüsse bleiben ein Geheimnis. Nicht einmal zum Vectoring gibt es echte Angaben.

Die Investitionen der Deutschland Telekom in den Netzausbau sind im ersten Quartal in Deutschland um 4,3 Prozent auf 0,9 Milliarden Euro gesunken. Das gab der Netzbetreiber am 4. Mai 2016 bekannt. Ursache seien weniger Baumaßnahmen wegen häufigerer Niederschläge als im Vorjahresquartal. Für das Gesamtjahr 2016 sei ein Anstieg der Investitionen der Telekom Deutschland geplant. Im Vorjahr wurden 4 Milliarden Euro ausgegeben.

Weiterhin macht die Telekom keine Angaben zu ihren FTTH-Anschlüssen, offenbar weil die Anzahl so niedrig ist. So werden 5 Millionen neue Glasfaseranschlüsse ausgewiesen, wobei aber VDSL (FTTC - Fiber To The Curb), Vectoring (FTTC) und FTTH (Fiber To The Home) zusammengerechnet werden. In Deutschland sei die "Glasfaser-Abdeckung zum Ende des ersten Quartals 2016 im Jahresvergleich um mehr als 4 Millionen auf jetzt 23,7 Millionen Haushalte erhöht" worden, hieß es. Der Vorstandsvorsitzende Timotheus Höttges sagte dazu: "Das sind über 2 Millionen mehr als noch vor einem Jahr. Allein in den ersten drei Monaten 2016 hatten wir einen Rekordzuwachs von netto 660.000 Anschlüssen."

Das LTE-Netz erreiche laut den Angaben eine Bevölkerungsabdeckung von 91 Prozent, nach 82 Prozent im Vorjahreszeitraum. "Unser integriertes 5G-Netz von übermorgen mit niedrigen Latenzen und hohen Bandbreiten erschließt Europa die digitale Zukunft", sagte Höttges.

T-Mobile US macht Gewinn

Weitere 3,5 Millionen Anschlüsse - von eigenen Kunden und von Wettbewerbern gemietete - wurden auf IP-Technologie umgestellt.

Der Konzernumsatz stieg um 4,7 Prozent auf 17,6 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA wuchs um 12,9 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro. Der bereinigte Konzernüberschuss wurde um 1,1 Prozent auf 1 Milliarde Euro erhöht. Der Konzernüberschuss vervierfachte sich auf 3,1 Milliarden Euro, weil der Anteil am Gemeinschaftsunternehmen EE an die britische BT 2,5 Milliarden Euro einbrachte.

T-Mobile US hat 2,2 Millionen Neukunden, davon mehr als eine Million Vertragskunden unter eigener Marke gewonnen. Nach vier Quartalen in Folge mit jeweils mehr als 2 Millionen Neukunden hat T-Mobile US jetzt rund 65,5 Millionen Teilnehmer.

Der Gesamtumsatz stieg um 10,9 Prozent auf 8,6 Milliarden US-Dollar. T-Mobile US erwirtschaftete einen Gewinn von 479 Millionen US-Dollar (56 Cents pro Aktie), nach einem Verlust von 63 Millionen US-Dollar (9 Cents pro Aktie) im Vorjahreszeitraum.  (asa)


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