Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/hitman-patch-behindert-spielstart-im-direct3d-12-modus-1604-120657.html    Veröffentlicht: 30.04.2016 13:13    Kurz-URL: https://glm.io/120657

Hitman

Patch behindert Spielstart im Direct3D-12-Modus

Parallel zur Sapienza-Episode wurde Hitman kaputt gepatcht: Bei vielen Spielern startet der Titel im D3D12-Modus nicht mehr. Zudem gibt es immer noch Probleme mit der Videospeicherverwaltung.

Das Entwicklerstudio IO Interactive hatte am vergangenen Mittwoch den Patch 1.1.2 samt der neuen Sapienza-Episode für Hitman veröffentlicht. Die macht durch die große Spielwelt samt vielfältigen Option zwar ziemlich Spaß - allerdings nur, wenn der Titel überhaupt läuft. In den Steam-Foren beklagen sich viele Käufer, dass Hitman im Direct3D-12-Modus zwar sichtlich als Ausführungsdatei im Arbeitsspeicher liege - aber nicht starte.

Wir konnten dieses Problem an drei Systemen mit unterschiedlichen Konfigurationen nachstellen und verifizieren: Die Exe stagniert bei etwa 800 MByte für fünf bis zehn Minuten, bis sich Hitman dann endlich initialisiert. Der vorab startende Launcher funktioniert übrigens wie gehabt nur eingeschränkt, da er regelmäßig kommentarlos abstürzt. Neu ist die Option 'Override Memory Safeguards', die erheblichen Einfluss auf die Texturqualität von Hitman und die Videospeicherauslastung der verwendeten Grafikkarte hat.

Ist die Option ausgeschaltet, werden Texturen sichtlich spät gestreamt und lösen obendrein auf 4-GByte-Karten wie einer Radeon R9 Nano vergleichsweise niedrig auf. Bei 6-GByte-Modellen wie einer Geforce GTX 980 Ti ist das Problem weniger offensichtlich. Wird der Speicherschutz ignoriert, steigt die Speicherauslastung sprunghaft an und die Grafikqualität wird besser. Zumindest unter Direct3D-12 scheint IO Interactive aber die Speicherverwaltung nicht im Griff zu haben, weshalb die Pixeltapete eine schlechtere Optik aufweist.

Somit raten wir derzeit einzig Spielern mit einem vergleichsweise schwachen Prozessor zum D3D12-Modus von Hitman, da dieser der CPU deutlich höhere Bildraten entlockt. Ein FX-8350 etwa erreicht im Direct3D-11-Betrieb nur rund 30 fps, das zeigen die Benchmarks der PCGH. Unter Direct3D-12 hingegen steigt die Bildrate in der CPU-lastigen Testszene auf etwas über 50 fps.  (ms)


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