Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/apple-car-das-apple-auto-soll-per-carsharing-vermarktet-werden-1604-120388.html    Veröffentlicht: 18.04.2016 12:14    Kurz-URL: https://glm.io/120388

Apple Car

Das Apple-Auto soll per Carsharing vermarktet werden

Apple soll in Berlin ein Expertenteam aus der Automobilindustrie versammelt haben, das im Geheimen an dem sagenumwobenen Apple-Auto forschen soll. Das Auto soll einem Medienbericht zufolge als Carsharing-Modell angeboten werden.

Ein Apple-Auto aus Berlin? Nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung soll zumindest ein Teil der Forschung an dem Fahrzeug in der bundesdeutschen Hauptstadt erfolgen. Ein kleines Team, das vornehmlich aus ehemaligen Mitarbeitern der Autoindustrie stammen soll, mache sich Gedanken zum Fahrzeug der Zukunft. Diese Runde soll aus etwa 15 bis 20 Personen bestehen, so die FAZ.

Das Team solle aus teilweise vergleichsweise jungen Leuten bestehen, die in ihrer Branche bisher ihre Kreativität nicht entwickeln konnten. Neben Fahrzeugingenieuren sollen auch Softwareentwickler und Marketingfachleute dazugehören.

Produktion bei Magna Steyr?

Das Unternehmen hat keine Erfahrung im Automobilbau, soll aber zahlreiche Experten anderer Unternehmen abgeworben haben, darunter aus der Akkutechnik. Als relativ ausgeschlossen gilt in der Fahrzeugindustrie, dass Apple das Fahrzeug alleine bauen kann. Vielmehr wird das Know-how von Partnern benötigt. Zulieferfirmen wie Magna Steyr könnten das Auto im Auftrag von Apple fertigen. Dieser Name fiel auch im FAZ-Bericht wieder.

Auch mit BMW soll es bereits Verhandlungen gegeben haben, den i3 als Basis für ein eigenes Fahrzeug zu verwenden. Die Verhandlungen sollen jedoch ergebnislos abgebrochen worden sein.

Das Projekt mit dem Codenamen Titan geistert seit Jahresanfang 2015 durch die Presse. Apple hat unter anderem Zugang zu einem ehemaligen Marinegelände beantragt, auf dem autonom fahrende Autos getestet werden.

Hochgradig automatisierter Betrieb denkbar

Das künftige Fahrzeug soll jedoch nicht, wie bisher häufig berichtet, vollständig autonom, sondern hochgradig automatisiert fahren. Andere etablierte Hersteller aus dem Fahrzeugbau haben derzeit auch noch keine vollständig autonomen Fahrzeuge im Sinn, sondern wollen dem Fahrer in der nächsten Evolutionsstufe nach Assistenzsystemen wie Kurven- und Abstandshaltesystemen erst nur das Lenken und Überholen auf der Autobahn abnehmen. Weitere Hersteller wollen ungefähr ab 2020 solche Systeme anbieten.

Carsharing könnte Vermarktungsprobleme beheben

Das Apple-Auto solle im Rahmen von Carsharing-Modellen angeboten werden, berichtet die FAZ. Das könnte auch viele Leute dazu bringen, das Fahrzeug einmal auszuprobieren. Andererseits fallen dann auch die Anschaffungskosten nicht ins Gewicht. BMW bietet den i3 bereits als Carsharing-Modell an. Analysten von Jefferies & Co. hatten geschätzt, dass das Fahrzeug etwa 55.000 US-Dollar kosten werde.  (ad)


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