Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/zulieferer-apple-rechnet-weiter-mit-weniger-iphone-verkaeufen-1604-120367.html    Veröffentlicht: 16.04.2016 11:46    Kurz-URL: https://glm.io/120367

Zulieferer

Apple rechnet offenbar weiter mit weniger iPhone-Verkäufen

Trotz des Verkaufsstarts des neuen iPhone SE verlängert Apple laut einem unbestätigten Bericht seinen Sparkurs bei den Zulieferern in Japan. Die können ein weiteres Quartal 30 Prozent weniger Displays, Speicher und Bildsensoren verkaufen.

Apple verlängert offenbar wegen niedrigerer Absatzzahlen seine reduzierten iPhone-Bestellungen für den Zeitraum April bis Juli. Das berichtet die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei unter Berufung auf Teilezulieferer des US-Konzerns in Japan. Seine im Herbst 2015 vorgestellten Modelle iPhone 6s und iPhone 6s Plus werden weniger nachgefragt als bisherige Modelle, weshalb die Produktion für das erste Quartal 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 30 Prozent reduziert wurde.

Mit dem iPhone SE hat Apple im März ein neues 4-Zoll-Smartphone präsentiert, das seit dem 31. März 2016 im Verkauf ist. Mit Preisen von 490 und 590 Euro ist das iPhone SE zudem Apples günstigstes neues iPhone. Dafür erhalten Käufer fast die identische Technik der aktuellen 6S-Modelle, die teurer sind. Doch Apple erwartet durch das neue Modell keine Nachfragesteigerung für seine Smartphones, wie an der jetzt verlängerten, reduzierten Bestellmenge zu sehen ist. Betroffen sind laut Nikkei die Displayhersteller Japan Display und Sharp, der Speicherchip-Produzent Toshiba und Sony, von dem Bildsensoren für die Kameras kommen.

Quartalsbericht am 25. April 2016

Apple wird am 25. April 2016 seinen aktuellen Quartalsbericht vorlegen. Für den Zeitraum erwartet Apple erstmals offiziell einen Rückgang der iPhone-Verkaufszahlen. Doch das wäre ein Rückgang auf sehr hohem Niveau. Apple veröffentlicht üblicherweise keine Verkaufszahlen zu einzelnen iPhone-Modellen.

Im Januar 2016 hatte es bereits mehrere Berichte gegeben, die eine Wachstumsschwäche beim iPhone voraussagten. Die iPhone-Zulieferer TSMC, Largan Precision und Samsung Electronics prognostizierten laut einem Bericht ein schwaches erstes Halbjahr 2016. Grund sei ein geringerer Absatz der aktuellen iPhone 6S und iPhone 6S Plus.

Apple soll zudem seine Aufträge für die Produktion des iPhone 6S und iPhone 6S Plus reduziert haben, hatte Nikkei berichtet. Das Wall Street Journal erfuhr aus Herstellerkreisen, dass die iPhone-Produzenten Foxconn und Pegatron bereits in den letzten beiden Monaten des vergangenen Jahres freie Produktionskapazität gehabt hätten.

Laut Informationen der Korea Economic Daily hat Apple bei Samsung OLED-Displays für künftige iPhones bestellt. Im Zeitraum von einem Jahr sollen 100 Millionen Panels geliefert werden. Zum Vergleich: Im vierten Quartal 2014 hatte Apple 74,77 Millionen iPhones verkauft.  (asa)


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