Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/gsm-bundesamt-fuer-strahlenschutz-lobt-strahlungsaermeres-lte-1604-120287.html    Veröffentlicht: 12.04.2016 18:02    Kurz-URL: https://glm.io/120287

GSM

Bundesamt für Strahlenschutz lobt strahlungsärmeres LTE

Das Bundesamt für Strahlenschutz stellt heraus, dass UMTS und LTE strahlungsärmer als GSM seien. Doch die Summe aller Netze zusammen bringt das Problem.

Der UMTS- und der LTE-Standard sind beim Verbindungsaufbau strahlungsärmer als GSM. Darauf weist das Bundesamt für Strahlenschutz hin. "Im GSM-Standard wird für den Rufaufbau mit maximaler Leistung gesendet. Danach regelt das Gerät auf die benötigte Sendeleistung herunter." Beim UMTS- oder LTE-Standard verfahre das Mobilfunkgerät genau umgekehrt. "Es beginnt den Verbindungsaufbau mit der geringsten Sendeleistung, um dann bis zur benötigten Leistung zu erhöhen."

Nach dem jetzigen Stand von Wissenschaft und Technik "geht vom Mobilfunk keine gesundheitliche Gefahr aus. Für eine abschließende Beurteilung von Langzeitwirkungen ist die Technologie allerdings noch zu jung", erklärte das Bundesamt. Dagegen stufte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Mobilfunk-Strahlung im Mai 2011 als "möglicherweise krebserregend" ein.

Dauerbestrahlung durch mehrere, zunehmend engmaschige Funknetze

Das Umweltinstitut München betonte (PDF): "In den verschiedenen Funkstandards GSM, UMTS und LTE nutzen Anbieter jeweils ihre eigene Systemtechnik, was zu einer Dauerbestrahlung durch mehrere, zunehmend engmaschige Funknetze führt."

Jeder Radio- und Fernsehsender, jede Mobilfunkanlage, jede Richtfunkstrecke und Radaranlage erzeugten ein hochfrequentes elektromagnetisches Feld, erklärte das Umweltinstitut.

Da in Deutschland jeder Mobilfunkbetreiber GSM-, UMTS- und LTE-Standorte nutze, werde die Belastung weit über das Maß erhöht, welches ein flächendeckendes Netz erzeugen würde. "Hinzu kommen noch Betriebs- und Behördenfunk, oft in digitalem Standard wie zum Beispiel GSM-Rail oder TETRA", schrieb das Umweltinstitut München.  (asa)


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