Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/festnetz-telekom-stattet-foerderkommunen-binnen-2-jahren-aus-1603-120028.html    Veröffentlicht: 30.03.2016 13:08    Kurz-URL: https://glm.io/120028

Land

Telekom stattet Förderkommunen mit VDSL/FTTH aus

Die Telekom berichtet von ihren Förderprogrammen auf dem Land: Dort wird zwar meist VDSL ausgebaut. Wenn sich der Aufbau eines Outdoor-DSLAMs in einem Weiler nicht lohnt, wird aber auch direkt FTTH errichtet.

Nach Vertragsunterzeichnung braucht die Deutsche Telekom zwei Jahre, bis ein geförderter Landkreis mit Festnetzinternet versorgt ist. Das gab Ulrich Adams, Vorstandsbeauftragter für den Breitbandausbau, im Blog des Unternehmens bekannt. Er schreibt dazu: "Wir haben uns mittlerweile so gut ausgerichtet und unsere Abläufe so weit optimiert, dass wir in der Lage sind, einen kompletten Landkreis zwei Jahre nach der Vertragsunterzeichnung fertigzustellen."

In dem Programm Mehr Breitband für Deutschland (MBfD) erfasst die Telekom Ausbauvorhaben, die nicht eigenfinanziert sind. Dort, wo nach kurzfristiger Gewinnorientierung kein Ausbau möglich ist, muss ein geförderter Ausbau stattfinden. "Sonst würde es an dieser Stelle keine Versorgung geben. Aber auch hier bringen wir uns mit eigenen Mitteln ein. Die Gebietskörperschaft ergänzt mit Fördermitteln, zur Sicherstellung der Wirtschaftlichkeit", sagte Adams.

Telekom hat 6.000 Kooperationsverträge abgeschlossen

Seit dem Jahr 2008 wurden von der Telekom rund 6.000 Kooperationsverträge im gesamten Bundesgebiet geschlossen. Knapp drei Millionen Haushalte erhielten auf diese Weise schnelleres Internet. Das Unternehmen habe dafür rund 29.000 Kilometer Glasfaser verlegt und über 17.500 Multifunktionsgehäuse aufgestellt.

Telekom-Sprecher Markus Jodl sagte Golem.de: "In der Regel baut man hier VDSL. Wir haben aber auch - gerade in Bayern - immer mehr Ausbau-Vorhaben mit FTTH-Anteil. Das bayerische Förderprogramm sieht das ausdrücklich vor. Die Gemeinde kann sich Glasfaser bis ins Haus fördern lassen."

Aber auch dort könne jeder Euro nur einmal ausgegeben werden. Es müsse also entschieden werden: "Sollen alle viel oder einige ganz viel bekommen." Das führe dazu, dass der Weiler, eine Wohnsiedlung von wenigen Gebäuden, die kleiner als das Dorf ist, manchmal eine höhere Datenrate bekomme als die Kernstadt. So müssten etwa in einem Teil von Bergkirchen, einer Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Dachau, einzelne Gebäude direkt mit Glasfaser angeschlossen werden, weil sich der Aufbau eines Outdoor-DSLAMs nicht rechnen würde.  (asa)


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