Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/snapchat-update-fliessender-wechsel-zwischen-text-video-und-audio-1603-120024.html    Veröffentlicht: 30.03.2016 11:12    Kurz-URL: https://glm.io/120024

Snapchat-Update

Fließender Wechsel zwischen Text, Video und Audio

Mit sich selbst zerstörenden Fotos ging es los, spätestens mit dem jetzt veröffentlichten Update auf Chat 2.0 entwickelt sich Snapchat zum wohl wichtigsten Konkurrenten von Whatsapp. Nutzer können besonders komfortabel zwischen verschiedenen Kommunikationsformaten wechseln.

Das kalifornische Unternehmen Snapchat hat ein großes Update für seine gleichnamige Instant-Messaging-Anwendung veröffentlicht. Nutzer können die neue Fassung über Google Play oder iTunes auf ihr Mobilgerät laden. Sie ist je nach Plattform etwas mehr als 80 MByte groß und trägt unterschiedliche Versionsnummern. Die größte Neuerung betrifft das Chatsystem - Snapchat selbst spricht in seinem Blog von "Chat 2.0".

Damit ist es besonders einfach, mitten beim Chatten etwa vom Text auf einen Audio- oder Videoanruf zu wechseln. Die benötigten Symbole - Kamera und Telefonhörer - werden einfach über der virtuellen Tastatur eingeblendet. Auch sonst wurde die Benutzerführung überarbeitet: Mit wenigen Befehlen lassen sich zehnsekündige Gifs als Nachricht erstellen, Fotosammlungen einfacher zusammenstellen und verschicken, Bilder mit über 200 neuen Emojis im typischen Snapchat-Stil verschicken. Auch an der Übersichtlichkeit der Datenschutzeinstellungen hat die Firma gearbeitet.

Der Dienst positioniert sich damit weiter als eine der wichtigsten Alternativen zu Whatsapp, aber auch als Konkurrenz zu Facebook und anderen sozialen Diensten - mit einem Fokus auf die Kommunikation zwischen Mitgliedern. Erst am Wochenende war bekanntgeworden, dass Snapchat für rund 100 Millionen US-Dollar das Unternehmen Bitmoji, Anbieter der gleichnamigen Sticker-App, kaufen will.

Der Wert von Snapchat wurde im Februar 2015 in einer Finanzierungsrunde mit 16 Milliarden US-Dollar angegeben. Nach Angaben des Unternehmens schicken einander mehr als 100 Millionen Menschen Fotos und Videos über den Dienst, in den USA nutzen mehr als 60 Prozent der jungen Leute zwischen 13 und 34 Jahren die Anwendung. Die Firma hat mehrere milliardenschwere Übernahmeangebote abgelehnt: Facebook wollte 2013 rund drei Milliarden US-Dollar zahlen, Google im gleichen Jahr sogar vier Milliarden US-Dollar.  (ps)


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