Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/holoportation-mit-3d-modellen-in-echtzeit-kommunizieren-1603-120010.html    Veröffentlicht: 29.03.2016 12:39    Kurz-URL: https://glm.io/120010

Holoportation

Mit 3D-Modellen in Echtzeit kommunizieren

Während eines Videotelefonats den Gesprächspartner als Ganzkörperprojektion vor sich zu haben, vermittelt ein weitaus realistischeres Gefühl. Microsofts Holoportation soll das ermöglichen - mit Hilfe der Hololens und zahlreicher Kameras.

Microsoft hat mit Holoportation ein Kommunikationsmittel vorgestellt, das Videotelefonie auf eine neue Ebene stellt: Anstatt den Gesprächspartner nur auf einem Bildschirm zu sehen, erscheint er bei Holoportation als lebensechtes 3D-Modell. Um diese Projektion zu sehen, muss eine Hololens getragen werden, Microsofts VR-Brille.

Die Projektion wird durch eine Vielzahl von speziell entwickelten Kameras erstellt, die alle Objekte in ihrem Erfassungsbereich aufzeichnen, zu einem 3D-Modell zusammenfügen und in Echtzeit an den Gesprächspartner übermitteln. Die 3D-Projektionen werden mit den ebenfalls erfassten Texturen überzogen, was bereits in der aktuellen Phase des Projekts zu relativ realistischen Darstellungen führt - wie Microsoft in einem Video zeigt.

Sind bei beiden Gesprächsteilnehmern etwa Stühle oder Tische an den gleichen Stellen positioniert, wirkt es jeweils so, als wenn sich der projizierte Mensch auf ein tatsächlich vorhandenes Möbelstück setzt. Die Erfassung ist so genau, dass auch "Interaktionen" zwischen den Gesprächspartnern möglich sind: So macht Shahram Izadi, Research Manager des Projekts, etwa ein High five mit einem seiner Mitarbeiter.

Gespräche können im Nachhinein wiedergegeben werden

Holoportation-Gespräche können aufgezeichnet und anschließend wieder abgespielt werden. Dabei lässt sich die komplette Szenerie auch verkleinern und beispielsweise auf einem Tisch wiedergeben. So sollen Gespräche zu wiedererlebbaren Erinnerungen werden.

Wann und ob Holoportation einmal als Consumer-Produkt erhältlich sein wird, ist aktuell noch unklar. Aktuell sind für die Aufzeichnung der Gesprächspartner noch zahlreiche Spezialkameras nötig.  (tk)


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