Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/elektromobilitaet-bmw-und-nissan-wollen-in-die-formel-e-1603-119846.html    Veröffentlicht: 17.03.2016 16:20    Kurz-URL: https://glm.io/119846

Elektromobilität

BMW und Nissan wollen in die Formel E

Die Formel E gewinnt an Prestige: Mehrere bekannte Hersteller wollen sich an der Elektrorennserie beteiligen. Darunter ist auch ein deutscher Automobilkonzern.

Zuwachs für die Formel E: Die Automobilhersteller BMW und Nissan erwägen den Einstieg in die elektrische Rennserie. Das berichtet das britische Motorsportmagazin Autosport unter Berufung auf eine Reihe von Quellen.

Unklar ist, in welcher Weise die Hersteller in der Formel E antreten wollen: mit einem eigenem Team oder als Partner eines existierenden Teams. Nissan will laut Autosport schon in der nächsten Saison dabei sein. Die Zeit, bis dahin einen eigenen Antriebsstrang zu entwickeln, dürfte etwas kurz sein.

Nissan fährt nicht in der LMP1-H-Serie

Allerdings hat Nissan bereits Erfahrung mit Elektrorennen: 2014 startete Nissan mit einem experimentellen Elektroboliden beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans. Die Japaner wollten 2015 regulär mit einen Hybridsportwagen in die Prototypenserie LMP1-H einsteigen, gaben den Plan dann aber kurzfristig auf.

Nissan prüfe derzeit, wie ein Engagement in der Formel E in die langfristige Rennsportstrategie des Konzerns passe, bestätigte das Unternehmen dem Magazin. Dazu gehört sicher auch eine Absprache mit Partner Renault, der bereits sehr erfolgreich mit dem Renault-E-Dams-Team in der Formel E startet.

Das Safety Car ist ein BMW

BMW ist bisher zwar in der Rennserie vertreten - aber nicht im Starterfeld: Der bayerische Hersteller stellt das Medical Car, einen i3, sowie das Safetycar, einen i8.

BMW hat sich bisher geweigert, in der Formel E anzutreten. Grund ist der Fahrzeugwechsel zur Mitte des Rennens. Allerdings könnte dieses Hindernis bald verschwinden: Ab der Saison 2018/19 sollen, so plant die die Formel E, die Akkus so weit entwickelt sein, dass eine Ladung für die komplette Renndistanz ausreicht.

Was macht BMW?

Bis dahin könnte das Unternehmen ein eigenen Antriebsstrang entwickeln - das Chassis bleibt weiterhin einheitlich. In der Zwischenzeit könnte BMW als Partner eines bereits vorhandenen Teams Erfahrungen im E-Rennsport sammeln.

Sicher ist, dass der britische Hersteller Jaguar ab der kommenden dritten Saison mit einem eigenen Team in der Formel E antritt. Derzeit läuft die zweite Saison der Elektrorennserie - am vergangenen Samstag fand der fünfte von insgesamt elf Läufen statt. Am 21. Mai startet die Rennserie in Berlin.  (wp)


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