Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/echo-dot-und-tap-amazon-setzt-voll-auf-alexa-1603-119556.html    Veröffentlicht: 03.03.2016 18:01    Kurz-URL: https://glm.io/119556

Echo Dot und Tap

Amazon setzt voll auf Alexa

Amazon hat zwei weitere Geräte mit Alexa-Technik vorgestellt. Beide Modelle sind deutlich günstiger als das Echo der ersten Generation und dienen als zentrale Steuereinheit im Haushalt. Eines der beiden Modelle kann kurioserweise nur mit einem Alexa-fähigen Gerät bestellt werden.

Das Smart Home mit dem Smartphone oder einer Fernbedienung zu steuern erscheint Amazon nicht mehr zeitgemäß, das alles sollen die Alexa-fähigen Geräte erledigen. Nach dem Echo hat Amazon nun - wie bereits erwartet - zwei weitere Alexa-Geräte vorgestellt, die beide deutlich günstiger zu haben sind als das Echo der ersten Generation. Mit einem Firmware-Update hatte Amazon das Fire TV Ende 2015 um Alexa-Fähigkeiten ergänzt.

Bislang gibt es den Alexa-Dienst nicht in Deutschland, so dass einem deutschen Fire TV die Alexa-Funktionen fehlen. Außerdem werden die beiden neuen Alexa-fähigen Geräte nicht in Deutschland angeboten. Als es erste Vorabinformationen zu den Alexa-Geräten gab, wurde noch vermutet, dass Amazon das zum Anlass nehmen werde, damit auch den Verkauf in Deutschland zu starten. Das ist aber nicht passiert. Weiterhin ist also nicht bekannt, ob es Alexa-fähige Geräte in Deutschland geben wird.

Echo Dot mit Minimal-Lautsprecher

Das preisgünstigere neue Alexa-Gerät ist das Echo Dot, das damit die Echo-Geräte zu einer eigenen Produktkategorie macht - das erste Echo-Gerät erschien Ende 2014. Die Neuvorstellung verhält sich wie das erste Echo-Gerät: Es belauscht mit Hilfe von Mikrofonen die Umgebung und reagiert auf gesprochene Befehle. Die Sprachkommandos werden vom Alexa-Dienst entgegengenommen und ausgeführt. Nach dem Willen von Amazon soll damit die Interaktion mit Geräten allgemein vereinfacht werden.

Das Echo Dot hat im Unterschied zum Echo der ersten Generation nur noch einen einfachen Lautsprecher, über den etwa Informationen vorgetragen werden können. Denn die Echo-Geräte können mit Sprache bedient werden und geben Informationen über Lautsprecher aus. Es gibt kein Display und Informationen werden dem Nutzer gesagt, er muss nicht lesen. Wer das Echo Dot zum Hören von Musik verwenden möchte, kann hochwertigere Lautsprecher anschließen, die per Kabel oder drahtlos verbunden werden können.

Amazons Tap mit eingebautem Akku

Das andere Alexa-Gerät greift einen Kritikpunkt der Echo-Geräte auf: Das prinzipielle Bedienkonzept ist zwar identisch, aber die Lauschfunktion wurde weggelassen. Zum Interagieren mit dem Tap muss Alexa erst mit einem Knopfdruck aktiviert werden, dann nimmt das Gerät Sprachbefehle an und führt diese aus. Das Tap ähnelt von der Bauform her dem Echo der ersten Generation, ist aber kleiner.

Das schränkt den Komfort allerdings auch ein: Den Echo-Geräten kann der Nutzer nebenher Fragen stellen, während er mit anderen Dingen beschäftigt ist. Er kann etwa Dinge in der Küche erledigen und sich dabei den Wetterbericht mitteilen lassen.

Das Tap enthält einen Lautsprecher, der nach Herstellerangaben für die Musikwiedergabe sehr gut geeignet sein soll. Es kann Musik via Bluetooth oder WLAN empfangen und entsprechend abspielen. Im Unterschied zum Echo Dot enthält das Tap einen Akku, so dass sich das Gerät besser für den mobilen Einsatz eignet. Beide Alexa-Geräte benötigen zwingend eine Internetverbindung und verbinden sich per WLAN mit dem Internet.

Verkaufsstart der Alexa-Geräte in diesem Monat

Das Tap will Amazon am 31. März 2016 für 130 US-Dollar auf den Markt bringen - es kann bereits vorbestellt werden. Auch das Echo Dot soll Ende dieses Monats an US-Kunden ausgeliefert werden und kostet 90 US-Dollar. Anders als das Tap kann das Echo Dot allerdings nur mittels Alexa gekauft werden. Das bedeutet, nur Besitzer eines Echo der ersten Generation und eines Fire TV können das Echo Dot derzeit bestellen. Außerdem muss der Käufer ein aktives Prime-Abo besitzen. Derzeit ist nicht bekannt, ob das Echo Dot später einmal regulär auch ohne Prime-Abo bei Amazon zu haben sein wird.

Seit der Markteinführung des ersten Echo wurden etliche neue Funktionen für die Steuerzentrale integriert. Neben der Beantwortung von Fragen nach Sportergebnissen, Nachrichten, der Verkehrslage oder dem Wetterbericht kann Echo auch zur Steuerung von Smart-Home-Equipment verwendet werden. Zu den unterstützten Geräten gehören Belkin Wemo, Philips Hue, Smartthings, Insteon sowie Wink, die sich dann mit der Sprache bedienen lassen.

Bei Bedarf informiert Echo aber auch über anstehende Termine, liest Bücher vor oder kann Musik von diversen Streamingportalen abspielen. Schließlich können Nutzer mit Echo auf der Amazon-Webseite einkaufen. Neben einer Steuerung per Sprache kann Echo auch mit einer passenden Smartphone- oder Tablet-App bedient werden, die es für Android und iOS gibt.

Nachtrag vom 4. März 2016, 6:50 Uhr

Mit einem Trick kann das Dot Echo auch ohne Alexa-fähiges Gerät vorbestellt werden, heißt es auf Twitter. Dazu ist ein iOS-Gerät mit Amazons Einkaufs-App erforderlich. In der Amazon-App kann das Dot Echo vorbestellt werden - auch ohne gültiges Prime-Abo. All das gilt jedoch nur für die USA.  (ip)


Verwandte Artikel:
Weihnachtsgeschäft: Amazon und Google machen keinen Gewinn mit Lautsprechern   
(03.01.2018, https://glm.io/131944 )
Echo-Konkurrenz: Apples Siri-Lautsprecher soll besonders gut klingen   
(01.06.2017, https://glm.io/128151 )
Smart Home: Amazon verbannt Nest-Geräte aus dem Onlineshop   
(04.03.2018, https://glm.io/133132 )
Musikstreaming: Amazons Alexa streamt Musik von Deezer   
(06.03.2018, https://glm.io/133158 )
Echo und Echo Plus: Zwei neue Alexa-Lautsprecher, einer mit Smart-Home-Hub   
(27.09.2017, https://glm.io/130301 )

© 1997–2020 Golem.de, https://www.golem.de/