Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/usa-telekom-stoppt-verkauf-von-t-mobile-1603-119520.html    Veröffentlicht: 02.03.2016 14:44    Kurz-URL: https://glm.io/119520

USA

Telekom stoppt Verkauf von T-Mobile

Die Deutsche Telekom setzt den Verkauf von T-Mobile US aus. Doch der Grund sind nicht die Erfolge des Mobilfunkbetreibers.

Die Deutsche Telekom hat den Verkauf von T-Mobile US ausgesetzt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf informierte Kreise. Grund sei eine anstehende Frequenzauktion.

Die Telekom versucht T-Mobile US, an der sie noch 65,4 Prozent der Anteile besitzt, seit Jahren zu verkaufen. Im vierten Quartal 2015 konnte der Mobilfunkbetreiber seinen Nettogewinn mit 297 Millionen US-Dollar nach 101 Millionen US-Dollar im Vergleichszeitraum des Vorjahres fast verdreifachen. Es wurden 2,1 Millionen Neukunden in dem Quartal gewonnen.

Der Verkauf der Landestochter wurde wegen einer Frequenzversteigerung der FCC (Federal Communications Commission) im 600-MHz-Bereich ausgesetzt, die Ende des Monats März beginnt und die mehrere Monate dauern könne.

Verkauf an AT&T scheiterte

T-Mobile US hatte angekündigt, bis zu 10 Milliarden US-Dollar bei der Auktion auszugeben. Während der Auktion ist es den Mobilfunkkonzernen verboten, Partnerschaften oder Übernahmen zu verhandeln.

Die Telekom hatte ihre heutige US-Tochter einst für 28,5 Milliarden US-Dollar gekauft. Als das Unternehmen in vier von fünf Jahren Gewinneinbußen verzeichnete, wurde der Ausstieg beschlossen. Doch der Verkauf an AT&T für 39 Milliarden US-Dollar scheiterte am US-Justizministerium. AT&T zahlte für den Ausstieg eine Vertragsstrafe in Höhe von drei Milliarden US-Dollar.

Danach wurde die Fusion mit dem Konkurrenten MetroPCS vollzogen. MetroPCS Communications, ehemals bekannt unter dem Namen General Wireless, betrieb das fünftgrößte Mobilfunknetzwerk in den USA und hatte im Januar 2012 eine Kundenzahl von 9,5 Millionen.

Auch ein Verkauf von T-Mobile USA an den Konkurrenten Sprint kam nicht zustande. Der Eigner Softbank wollte mehr als die Hälfte der Telekom-Anteile zu einem Preis von 16 Milliarden US-Dollar übernehmen.  (asa)


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